Neue Technologien bieten immer auch neue Möglichkeiten der Verbrechensbekämpfung. So werden beispielsweise Drohnen genutzt, um bestimmte Gebiete zu überwachen und die dort lebenden Tiere vor Wilderern zu schützen. Eine andere Firma arbeitet daran, Nashornhörner mit dem 3D-Drucker zu produzieren und so die illegale Nashornjagd zu beenden. Nun scheint auch im Kampf gegen den Holzschmuggel ein wichtiger technischer Fortschritt erreicht worden zu sein. Denn erstmals ist es gelungen, eine Maschine zu entwickeln, die illegal geschlagenes Holz erkennt – selbst wenn dieses bereits weiter verarbeitet wurde. Die beteiligten Forsch hoffen so, illegale Holzfäller zur Verantwortung ziehen zu können.


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Analyse der chemischen Stoffe führt zum Ursprungsort

Die neu erfundene Maschine beruht dabei auf der Tatsache, dass das Holz je nach Art und Ort des Aufwachsens unterschiedliche chemische Stoffe abgibt. Gibt es nun bei einem Stück Holz den Verdacht, dass es illegal gefällt wurde, geben die Forscher eine kleine Probe davon in die Maschine. Diese nutzt ihr feines Näschen und bestimmt die Anzahl und die Stärke der vorhandenen chemischen Stoffe. Diese Analyse wird dann mit einer weltweiten Datenbank abgeglichen. Gibt es dort einen Treffer, können die Forscher genau sagen, wo das Holz herstammt und ob es legal gefällt wurde oder nicht.


Druck auf Zulieferer und Verarbeiter steigt

Diese Methode funktioniert auch noch, nachdem das Holz bereits im Sägewerk war und weiter verarbeitet wurde. Dies ist ein entscheidender Fortschritt gegenüber der bisherigen Situation, bei der man illegale Holzfäller in der Regel nur überführen konnte, wenn man sie vor der Lieferung des Holzes ins Sägewerk erwischen konnte. Aber nicht nur illegale Holzfäller dürften durch den Einsatz der Maschine unter Druck geraten. Auch viele holzverarbeitende Betriebe können nun auf einfache Art und Weise überprüfen, woher das verarbeitete Holz stammt. Wird also illegal gefälltes Holz verarbeitet kann die Verantwortung nicht länger allein auf die Zulieferer abgewälzt werden.

Via: Popsci

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