Alleine in Großbritannien entstehen jedes Jahr 300 Millionen Kilo an Plastikabfällen, die von den meisten Gemeinden als nicht mehr recycelbar eingestuft werden. Zumeist handelt es sich um flexible Produkte wie Plastiktüten oder Luftpolsterfolie. Die Konsequenz: Der Abfall landet entweder auf der Müllkippe oder wird schlicht verbrannt. Beides ist eigentlich aber nicht wünschenswert. Das nachhaltige Design-Studio Gomi hat sich daher nun des Problems angenommen. Die Idee dort: Die vermeintlichen Nachteile zum Vorteil umfunktionieren. Denn die Plastiktüten gelten vor allem deshalb als schwierig zu recyclen, weil der neue gewonnene Kunststoff aus vielen verschiedenen Farben besteht. Dieser Färbungsprozess lässt sich zudem nur teilweise beeinflussen. Für die meisten Plastik-Produkte kommt ein solches Recycling-Material daher nicht in Frage. Außerdem ist der Recycling-Prozess vergleichsweise teuer und aufwändig.


Bild: Gomi

Es entsteht ein neuer Recycling-Kreislauf

Bei Gomi hingegen wurde daraus ein eigener Design-Stil. Denn der neue Bluetooth-Lautsprecher ist unter anderem in einer Art farbigem Marmor-Look gehalten. Die Besonderheit: Jedes Stück ist ein Unikat, weil sich die Farbgebung jeweils ein wenig unterscheidet. Die Pläne des Unternehmens sehen zudem vor, dass es nicht bei einem einmaligen Recycling-Vorgang bleibt. Vielmehr soll ein Kreislauf entstehen. Die einzelnen Plastik-Teile der Lautsprecher lassen sich daher noch einmal einschmelzen und erneut verarbeiten. Folgerichtig werden die Kunden auch aufgefordert, ihre alten Produkte kostenlos zurückzugeben und nicht einfach in den Plastikmüll zu stecken. Im Januar dieses Jahres erweiterte die Firma zudem ihre Produktpalette und hat nun auch eine Powerbank aus vermeintlich nicht-recycelbarem Plastik auf den Markt gebracht.

Bei Kickstarter gibt es die Produkte zu kaufen

Wichtig war den Designern zudem, dass ihre Produkte nicht nur einzigartig aussehen, sondern auch qualitativ zu überzeugen wissen. Sie arbeiteten daher rund zwölf Monate mit Elektronikingenieuren und Tontechnikern zusammen, um einen besonders guten Klang zu erreichen. Finanziert wurde das Projekt zunächst von zwei Anschubfinanzierungen. So gab es 10.000 Pfund vom „Environment Now Programme“ und weiteres Geld von der „Santander Big Ideas Competition“. Zusätzlich wurde nun eine Kickstarter-Kampagne ins Leben gerufen, bei der die hauseigenen Produkte erstmals gekauft werden können. Frühe Unterstützer zahlen dort 197 britische Pfund für die einzigartigen Bluetooth-Lautsprecher. Wem das zu teuer ist, der kann auch die Powerbank für 39 britische Pfund erwerben. Für stolze 1.500 Pfund darf man in Brighton zudem auch selbst einen Lautsprecher herstellen.


Via: Inhabitat

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.