Bergsteiger können sich jetzt beim Endspurt auf den Gipfel filmen lassen, ohne einen Begleiter mitnehmen zu müssen. Radler können ihre Tour aufnehmen, Kanufahrer auch. Möglich macht das R1, eine autonom fliegende Drohne, die das US-Startup Skydio entwickelt hat. Jetzt kann man sie kaufen, vorerst allerdings nur in den USA. Der Preis beträgt 2500 Dollar.


Bild: MIT

13 Kameras beobachten die Umgebung

Die Selfie-Drohne ist mit 13 Kameras bestückt. Nur eine davon schießt Bilder und nimmt Videos auf. Die übrigen sind dazu da, die Umgebung zu beobachten. Darauf basiert die Berechnung der Flugroute. R1 lässt sich so programmieren, dass sie einer bestimmten Person getreulich folgt. Per Smartphone lässt sich wählen, ob sie die Zielperson umkreisen, sie seitlich begleiten oder vorausfliegen soll. Sie erreicht eine Geschwindigkeit von 40 Kilometern pro Stunde. Damit ist sie auch für schnelle Sportarten geeignet, etwa 100-Meter-Läufe – der Weltrekord liegt bei gut 36 Kilometern pro Stunde. Die Bildqualität ist sehr hoch. Sie wird mit 4K angegeben. Das bedeutet eine Auflösung von 4096 Pixeln bei 30 Bildern pro Sekunde. Möglich sind auch 60 Bilder pro Sekunde. Dann wirkt der Film flüssiger, beansprucht allerdings doppelt so viel Speicherplatz. Der beträgt 64 Gigabyte. Das reicht laut Skydio für anderthalb Stunden 4K- oder viereinhalb Stunden 2K-Material.


R1 lässt sich auch per Smartphone steuern

Die Drohne kann auch per Smartphone gesteuert werden. Selbst Anfänger sollen damit gut zurechtkommen. Denn sie beobachtet weiterhin die Umgebung und weicht selbstständig Hindernissen aus, in die ein ungeschickter oder ungeübter Pilot sie möglicherweise steuert. Skydio ist in San Francisco angesiedelt. Es ist eine Ausgründung aus dem Massachusetts Institute of Technology in Cambridge/USA. Dort begann vor rund zehn Jahren die Entwicklung von autonom fliegenden Drohnen. „Unser Ziel war es, eine Drohne zu entwickeln, die weiß, wo du bist, die die Umgebung interpretieren kann und die Bilder machen kann, die man sonst nicht bekommen kann“, sagt Adam Bry, einer der Entwickler und Gründer von Skydio.

Wenn die Batteriekapazität sich dem Ende nähert warnt die Drohne ihren Besitzer. Wenn der nicht reagiert sucht R1 selbstständig nach einem Landeplatz. Die maximale Flugdauer liegt bei 16 Minuten. Zur Dokumentation einer längeren Tour reicht das natürlich bei weitem nicht.

 

via MIT

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1 Kommentar

  1. Kai

    17. März 2018 at 18:24

    Und die Welt wird ein besserer Ort, weil um jeden von diesen Typen, die mir mit ihren Aktivitäten den Wald-Spaziergang verderben, dann auch noch so ein Satellit herumschwirrt?

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