Im kleinen existiert die Idee bereits. So brachte eine dänische Firma vor einiger Zeit das kompakteste Solarladegerät der Welt namens HeLi-on auf den Markt. Der Trick dabei: Die Sonnenenergie wurde durch eine aufrollbare Folie gewonnen. Auf diese Weise blieb das Gerät während des Transports sehr kompakt, konnte im Einsatz aber dennoch eine ausreichende Menge an Energie gewinnen. Dieses Konzept hat der Brite John Hingley nun auf die Spitze getrieben. Er entwickelte ebenfalls aufrollbare Solarmodule – allerdings im großen Maßstab. So ist sein ausrollbarer Solarteppich rund 50 Meter lang und besitzt eine Kapazität von bis zu 18 KW. Zum Einsatz kommen soll er vor allem bei Katastropheneinsätzen und beim Militär.


Copyright: Renovagen Ltd
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Die ausrollbaren Solarmodule könnten Dieselgeneratoren ersetzen

Die Solarmodule sind dabei über eine Art Spule gerollt, wie man das beispielsweise von Feuerwehrschläuchen kennt. Diese wiederum ist in einer metallenen Box verstaut, die mit dem Auto gezogen, aber auch per Helikopter transportiert werden kann. Mit Hilfe eines Fahrzeugs können die Solarmodule am Einsatzort dann innerhalb von nur zwei Minuten ausgezogen werden. Anschließend muss nur noch das dazugehörige Kabel mit den in der Box integrierten Batterien verbunden werden und die Stromproduktion kann beginnen. Die Entwicklung ist dabei gedacht, um den aufwendigen Transport von Diesel zu ersetzen. Bisher nämlich sind es vor allem Dieselgeneratoren, die zum Einsatz kommen, wenn keine geregelte Stromversorgung existiert.

Die geregelte Produktion soll in Kürze beginnen

Dies bringt aber auch Probleme mit sich. So gab es nach einem Taifun auf den Philippinen 2013 nicht genügend Treibstoff um die Notfallgeneratoren eines Krankenhauses zu betreiben. Beim Militär wiederum muss der Nachschub an Diesel für abgelegene Standorte in fremden Ländern oftmals aufwendig gesichert werden – was die Kosten enorm in die Höhe treibt. Hingley hofft nun, mit seiner Erfindung diese Problematik lösen zu können. Demnach muss der ausrollbare Solarpark nur einmal an seinen Standort transportiert werden und kann dann für eine autonome Stromversorgung sorgen. Bisher existiert allerdings nur ein Prototyp seiner Erfindung, die geregelte Produktion soll aber schon bald starten.


Via: The Guardian

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