Die Rennstrecke Spa-Francochamps gehört zu den legendärsten ihrer Art. Die rund sieben Kilometer lange Runde führt die Fahrer durch zahlreiche An- und Abstiege sowie eine Vielzahl an Kurven. Es wird daher auch von der Ardennen-Achterbahn gesprochen. Der Rundenrekord wurde bisher von einem bekannten Namen gehalten: Lewis Hamilton fuhr ihn im vergangenen Jahr bei der Qualifikation zum Großen Preis von Belgien. Doch nun hat sich mit Neel Jani ein noch nicht so populärer Fahrer die Bestzeit gesichert. Mit einem Porsche mit Hybridantrieb unterbot er die Zeit von Hamilton um immerhin 0,783 Sekunden. Das recht strenge technische Reglement der FIA wurde für die Rekordfahrt allerdings ignoriert.


Foto: Porsche

Zusätzliche Elemente sorgten für eine besser Aerodynamik

Denn normalerweise ist Porsche mit dem 911 Hybrid in der Langstreckenweltmeisterschaft aktiv gewesen. Dort aber gibt es exakte Vorgaben, was etwa die Durchflussmenge des Benzins angeht. Auch der Hybridantrieb ist durch die Regelungen nur eingeschränkt nutzbar. Erlassen wurden die Vorgaben, um die Chancengleichheit zwischen den Herstellern zu garantieren. Sie hatten aber auch den Effekt, dass der Porsche 911 Hybrid nie seine volle Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen konnte. Die Ingenieure haben daher den Porsche 911 Hybrid Evo konstruiert. Dieses Modell konnte nicht nur ohne regulatorische Vorgaben fahren, sondern bekam auch noch einige zusätzliche aerodynamische Elemente spendiert. Insgesamt hatte Jani daher deutlich mehr PS zur Verfügung und profitierte von mehr Abtrieb und einer besseren Aerodynamik.

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Zuletzt aktualisiert am 15.07.2018

Die Formel E steht zukünftig im Fokus von Porsche

Trotz der elektrischen Unterstützung wurde allerdings bei der Rekordrunde auch jede Menge Treibstoff verbraucht. Zumindest handelte es sich aber um E20 – also eine Mischung mit zwanzig Prozent Bio-Kraftstoff. Einen neuen Rekordversuch im nächsten Jahr wird es hingegen nicht geben. Denn Porsche hat angekündigt, die Langstreckenweltmeisterschaft zu verlassen. Stattdessen wird sich der Hersteller mit einem eigenen Werksteam in der Formel E engagieren. Die Autos dort können sich in Sachen Geschwindigkeit nicht mit der Formel 1 messen. Dafür ist die Umweltbilanz aber deutlich besser und es können wichtige Erkenntnisse im Bereich des reinen Elektroantriebs gewonnen werden. Lewis Hamilton hat somit gute Chancen bald wieder länger den Rundenrekord in Spa zu halten.

Via: Porsche


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