In der Robotik wurden in den letzten Jahren erstaunliche Fortschritte gemacht. Roboter bauen inzwischen Häuser in Rekordgeschwindigkeit oder führen komplizierte Operationen durch. Nicht selten sind diese Fortschritte Ergebnisse der Fortschritte bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz, aber auch Fortschritte in Sachen Steuertechnologie und Materialwissenschaften führen zu besseren, funktionaleren Robotern. Forscher des Suzumori Endo Laboratory am Tokyo Institute of Technology haben für ihren Roboterarm eine clevere Idee gehabt: Der Arm besteht komplett aus Heliumballons und verzichtet auf schwere Materialien.


ballonarm

1,2 Kilogramm Gewicht bei 20 Meter Länge

Der komplette Roboterarm ist 20 Meter lang. Bei gewöhnlicher Bauweise wäre das zwingend mit schweren, komplexen Stützstrukturen verbunden. Die Forscher aus Japan jedoch konstruierten den Arm komplett aus Heliumballons. Diese Bauweise führt dazu, dass das ganze Gebilde lediglich 1,2 Kilogramm wiegt. Um ihn zu bewegen und sogar vom Boden abzuheben reichen einfache, künstliche, pneumatische Muskeln aus. Die Forscher nannten den Arm Giacometti Arm, offenbar nach dem Schweizer Künstler Alberto Giacometti.


Neben dem offensichtlichen Vorteil sind auch die Nachteile des Roboterarms evident. Der leichte Arm kann durch Windstöße beschädigt oder schlicht zur Seite getrieben werden. Außerdem kann er nicht besonders viel Last anheben.

Das Team hinter dem Giacometti Arm schlägt jedoch vor, dass der Arm dank seiner leichten Bauweise und der Tatsache, dass er einfach zu verpacken ist, für Inspektions- oder Suchaufgaben verwendet werden könnte.

 

via MIT Technology Review"

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