Kakerlaken sind hart im Nehmen. Sie überleben Stürze aus großer Höhe und können bis zu 30 Minuten unter Wasser bleiben. Forscher der Harvard University ließen sich von den bei Menschen nicht unbedingt beliebten Insekten bei der Entwicklung eines Roboters inspirieren. Dieser hört auf den Namen „Harvard’s Ambulatory Microrobot“ (HAMR) und kann sich sowohl an Land und auf Wasseroberflächen fortbewegen als auch Zeit unter Wasser verbringen.


Kleiner Roboter läuft auf dem Wasser

Es handelt sich dabei bereits um die nächste Generation von HAMR. Der Roboter greift auf multifunktionelle Fuß-Pads zurück, die die Oberflächenspannung von Wasser nutzen können, um den Roboter auf dieser zu tragen. Sollte HAMR sich unter Wasser begeben müssen, wird ein schwacher Strom in die Pads geleitet, der die Oberflächenspannung stört und den Roboter untergehen lässt. Dieser Prozess wird auch als „electrowetting“ bezeichnet und ermöglicht es HAMR, leicht unter Wasser zu kommen.


Die Möglichkeit, sowohl auf als auch unter der Wasseroberfläche aktiv zu sein, erweitert die Einsatzsenarien für HAMR erheblich. „This research demonstrates that microrobotics can leverage small-scale physics — in this case surface tension — to perform functions and capabilities that are challenging for larger robots„, so Kevin Chen, der an dem Projekt beteiligt ist.

HAMR wiegt insgesamt nur 1,65 Gramm und kann eine Zuladung von 1,44 Gramm tragen, ohne dass er seine Fähigkeit einbüßt, auf Wasser laufen zu können. Der Roboter kann mit mit seinen Füßen mit einer Frequenz von 10 Hertz paddeln und sich so auf und unter Wasser fortbewegen.

Das Verlassen des Wassers ist noch schwer

Sobald es aber darum geht, von unter Wasser wieder ans Ufer zu gelangen, steht HAMR aber vor einer großen Herausforderung. Dies gelingt nur, wenn die Steigung des Untergrundes lediglich moderat ist.

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Zuletzt aktualisiert am 16.07.2019

This robot nicely illustrates some of the challenges and opportunities with small-scale robots. Shrinking brings opportunities for increased mobility – such as walking on the surface of water – but also challenges since the forces that we take for granted at larger scales can start to dominate at the size of an insect„, so Robert Wood von der Harvard University.

Die Forscher wollen nun die Mobilität von HAMR verbessern und einen Weg finden, das der Roboter Wasser auch ohne Rampe verlassen kann.

via Harvard University

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