Die 20,83 Kilometer der legendären Nordschleife auf dem Nürburgring wurden 1983 von Stefan Bellof in sechs Minuten und elf Sekunden absolviert. Dies stellte für mehr als drei Jahrzehnte einen nie wieder erreichten Rekordwert dar. Doch nun hat Porsche diesen Wert nicht nur unterboten, sondern selbst ganz neue Sphären erreicht: Mit einem eigens für die Rekordfahrt optimierten Porsche 919 Hybrid Evo benötigte Timo Bernhard lediglich fünf Minuten und neunzehn Sekunden. Die alte Bestmarke wurde also um stolze 52 Sekunden unterboten. Der neue Rekordhalter gibt sich aber keiner Illusion hin: „Für mich ist und bleibt Stefan Bellof ein Gigant. Heute ist mein Respekt für seine Leistung mit der damals verfügbaren Technologie noch einmal angewachsen.“


Bild: Porsche

Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 233,8 Stundenkilometern

Als Basis für das neue Rekordauto diente der Porsche 919 Hybrid, der auch schon beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans und der FIA WEC zum Einsatz kam. Allerdings wurde der Wagen noch ein wenig umgebaut, wobei die Ingenieure auf keinerlei Regelemt Rücksicht nehmen mussten. Dadurch konnten sie nicht nur die Motorenleistung deutlich steigern, sondern auch Anpassungen bei der Aerodynamik und der Fahrweise vornehmen. Dies sorgte dafür, dass das Fahrzeug deutlich schneller unterwegs war als sonst bei Langstreckenrennen möglich: Bernhards Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 233,8 Stundenkilometern. Vergleiche mit Formel 1 Autos sind auf dieser Strecke schwierig, weil diese auf dem Nürburgring nur eine deutlich kleinere Runde fahren. In Belgien kam es vor kurzem aber zu einer Art direktem Duell.

Porsche wird sich zukünftig auf die Formel E konzentrieren

Dort konnte der umgebaute Porsche mit Hybridantrieb die von Lewis Hamilton aufgestellte Bestzeit auf der Rennstrecke in Spa verbessern. Offensichtlich nutzt der Automobilkonzern das Fahrzeug, um auf verschiedenen Kursen die Leistungsfähigkeit des eigenen Hybridantriebs unter Beweis zu stellen. Es handelt sich aber wohlgemerkt nicht um ein rein elektrisch angetriebenes Fahrzeug. In diesem Bereich wird Porsche allerdings in den nächsten Jahren verstärkt aktiv sein. Denn der Konzern hat seinen Ausstieg aus der Langstreckenweltmeisterschaft verkündet und wird stattdessen in der Formel E an den Start gehen. Dort verfügen die Autos über einen reinen Elektroantrieb. Für die Hersteller hat dies den Charme, dass sie so wichtige Erkenntnisse im Bereich der reinen Elektrofahrzeuge gewinnen können. Bei den Fans sind die in Innenstädten ausgetragenen Rennen zudem sehr beliebt.


Via: New Atlas

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