Perowskite
Perowskite – Bild: Kelly Nash CC BY 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Die Preise von Solarmodulen sinken immer weiter, was vor allem mit dem breiten Angebot und staatlichen Subventionen zusammenhängt. Dennoch sind Solarkollektoren zum aktuellen Zeitpunkt noch immer nicht günstig und effizient genug, um vollständig gegen die herkömmlichen und oftmals umweltschädigenden Energiequellen ausgetauscht zu werden. Doch das Mineral Perowskite könnte in Zukunft weiter dazu beitragen, diesen Zustand maßgeblich zu beeinflussen.


Vor gut fünf Jahren wurden die ersten Solarzellen aus dem Mineral Perowskite hergestellt, das im Labor gezüchtet wurde. Die Effizienz von Solarkollektoren aus Perowskite konnte sich dabei von 3.8 auf 20 Prozent fast verfünffachen. Gerade im Vergleich zu Silizium-Kollektoren, bei der dieselbe Steigerung in zwanzig Jahren realisiert wurde, ist dieser Fortschritt von Perowskite-Modulen besonders beeindruckend. Solarzellen aus Perowskite bieten des Weiteren den Vorteil, dass sie deutlich günstiger als Silizium-Kollektoren und zudem einfacher herzustellen sind.


Wissenschaftler forschen mit transparenten Perowskite-Zellen

Sehr interessant sind ebenso die Fortschritte der Forscher der Universität Oxford. Hier wurden Prototypen der Perowskite-Solarzellen entwickelt, die transparent sind, sich somit gut für zur Anwendung an Fensterscheiben eignen und für den Menschen unsichtbar Strom erzeugen könnten. Doch die Wissenschaftler haben vor der Marktreife der Perowskite-Module noch mit einigen Problemen zu kämpfen. Besonders problematisch ist der sehr hohe Anteil vom toxischen Blei im Mineral. Des Weiteren löst sich die Struktur der Kristalle bei Feuchtigkeit auf. Die Effizienz wird somit verringert und die Zellen sind nicht mehr stabil genug. Die Lösung für dieses Problem stellt eine spezielle Form der Abdichtung dar, die jedoch für hohe Kosten sorgen würde. Aufgrund der noch sehr geringen Erfahrungen mit Perowskite-Modulen kann niemand vorhersagen, wie lange diese Zellen zudem bei einer aktiven Sonneneinstrahlung und Hitze genutzt werden können.

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1 Kommentar

  1. DUC750

    27. August 2014 at 10:18

    Von 3,8 auf 20 ist nicht nur fast, sondern mehr als verfünffacht… :-\

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