Ein britisches Rüstungsunternehmen hat kürzlich sehr futuristische Pläne zur Konstruktion von Drohnen vorgestellt. BAE Systems möchte die unbemannten Luftfahrzeuge durch chemische Prozesse „züchten“. Dabei würden die Drohnen in einer schleimartigen Flüssigkeit wachsen.


drone gue

Drohnen wie aus dem Nichts

Viele Details sind über die Pläne von BAE Systems nicht bekannt. In einem Statement sagte das Unternehmen jedoch, dass der Prozess auf ein Gerät namens „Chemputer“ zurückgreife.


A radical new machine called a Chemputer could enable advanced chemical processes to grow aircraft and some of their complex electronic systems, conceivably from a molecular level upwards,“ heißt es auf der Webseite des Unternehmens.

Dabei würden Bauteile vom molekularen Level aus mit Hilfe verschiedener Chemikalien aufgebaut werden. Dies würde sich maßgeblich von Fertigungsmethoden wie etwa 3D-Druckern unterscheiden. Laut BAE Systems wäre es so möglich, die Bauzeit für Drohnen von etwa 3 Jahren auf wenige Wochen zu reduzieren.

„We have been developing routes to digitize synthetic and materials chemistry and at some point in the future hope to assemble complex objects in a machine from the bottom up, or with minimal human assistance. Creating small aircraft would be very challenging but I’m confident that creative thinking and convergent digital technologies will eventually lead to the digital programming of complex chemical and material systems,“ so Professor Nick Colosimo von BAE Systems.

Sollte diese Methode tatsächlich irgendwann funktionieren, so könnten sich mit Sicherheit auch einzelne, größere Bauteile so erschaffen lassen.

Hirngespinst oder Realität?

Das Ganze hört sich nach einer abenteuerlichen Idee an, und das ist es mit Sicherheit auch. Ein wesentlicher Grund dafür, warum die ambitionierten Pläne von BAE Systems sich wie ein Konzept aus einem Science-Fiction-Film anhören ist die Tatsache, dass das Unternehmen praktisch keine Details darüber Preis gibt, wie genau der Produktionprozess ablaufen soll. Es ist weder bekannt, welche Chemikalien zum Einsatz kommen sollen noch wie diese dazu gebracht werden sollen, den Bauplänen zu folgen.

Allerdings handelt es sich bei BAE Systems um ein Unternehmen mit Referenzen. Die Firma ist unter anderem maßgeblich mitverantwortlich für die Entwicklung des Heads-Up-Displays, das beispielsweise in Militärflugzeugen zum Einsatz kommt. Möglicherweise ist der Plan, Drohnen quasi aus dem nichts zu bauen, doch nicht so abenteuerlich, wie er sich anhört.

via Mashable

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