Industrie 4.0. Ein Wort, das immer wieder einfach Mal so in den Raum geworfen wird. Im Zeitalter vernetzter Maschinen, wo Automatisierungsprozesse ganze Industriezweige bestimmen und der Mensch zusammen mit Robotern arbeitet, spielen Big Data und auch smarte Services eine immer größere Rolle. Deutschland hat den Industrie 4.0 Trend vor einigen Jahren bereits gut aufgefasst und sich in diesem Bereich gemausert, nun gilt es weiter anzuknüpfen und auch die an die Industrie 4.0 gekoppelten Smart Services zu nutzen. Durch die innovative Datennutzung, ergeben sich schließlich neue Geschäftsmodelle, mit denen Deutschland auch weiterhin den digitalen Wandel mit gestalten kann. Aber wann ist ein Service eigentlich smart?


Digital-Globe
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Industrie 4.0 und Smart Services

Mit der zunehmenden Vernetzung der Weltwirtschaft, verändert sich auch die Gesellschaft und schließlich die Unternehmensstruktur. Verbrauchern wird der Zugriff auf ein globales Produktportfolio gewährt. Die Auswahl ist riesig und zudem gibt es Vieles auch noch zu moderaten Preisen. Seitens der Unternehmen bedeutet das allerdings auch, dass deutlich mehr Wettbewerber um die Gunst der Kunden buhlen. Um weiterhin als Mitstreiter im globalen Wettbewerb bestehen bleiben zu können, müssen Unternehmen auch die wirtschaftlichen Strukturen anpassen und Prozesse stets weiterentwickeln. Ein nächster Schritt ist daher digitale Plattformen zu schaffen, um dann die Produktivität mittels Smart Services steigern zu können. Aber was sind Smart Services? Einfach gesagt, handelt es sich hierbei um individuell geschnürte Pakete, die Produkte, Dienste- oder Dienstleistungen enthalten. Als Paradebeispiel werden Mobilitäts-Apps gewählt, aber auch die bekannten Angebote von Amazon und AirBnB sind Smart Services für den Konsumenten Markt.

„Im Zeitalter der Industrie 4.0 werden individualisierte Smart Services entstehen, die mit Hilfe Daten von vernetzten Produkten und Dingen im „Internet of Things“ (IoT), einen viel höheren Nutzen als herkömmliche Angebote liefern und somit die heute dominierenden Produkte und Dienstleistungen von der Stange ablösen. Durch Entwicklungsmethoden wie „Design Thinking“ avancieren sie zu einem auf Konsumenten- und Anwendernutzen optimiertes, gesamtheitliches Angebot. Wer Smart Services anbietet, der bestimmt die Beziehung zu den Kunden und erschließt sich zusätzliche Umsätze mit gänzlich neuen Geschäftsmodellen. Der Schlüssel für die Smart Service Welt sind Daten, die von den intelligenten Produkten der Industrie 4.0 bereitgestellt und auf neuen digitalen Plattformen gesammelt und verarbeitet werden.“, erklärt Frank Riemensperger im Rahmen der Umsetzungsempfehlungen des Arbeitskreises Smart Service Welt, die im letzten Jahr im Rahmen der CeBIT an Sigmar Gabriel übergeben wurden.


Von der Digitalisierung von Prozessen bis hin zu neuen Geschäftsmodellen

Intelligente und zukunftsträchtige Lösungen stellen auch die Smart Services von eurodata dar. Das Unternehmen hat sich bereits bei der Daten- und Prozessintegration bewährt und bietet mit der edbic-Plattform beispielsweise praktische Softwarelösungen für mittelständische und große Unternehmen an. Smart Services basieren im Kern auf drei Schichten. Zunächst bildet die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen die Basis. In Kombination mit der intelligenten Nutzung bereits existierender Standards, kann enorm viel Zeit bei der Erstellung von sogenannten Smart Service Plattformen eingespart werden.  In einem zweiten Schritt geht es dann um die Analyse der angefallenen Daten. Hieraus sollen neue Erkenntnisse gewonnen werden, die wiederum zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Prozesse führen. Auf der letzten Stufe steht dann die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Das ist vor allem für mittelständische Unternehmen eine Hürde, die gar nicht so einfach zu meistern ist. Zu groß ist die Verlockung in den Denkmustern bereits bestehender Geschäftsmodelle zu verharren, um dann allerdings Gefahr zu laufen, an Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen. Wie neue Geschäftsmodelle entwickelt und mit Hilfe eines 5-Stufen-Modells umgesetzt werden können, erklären die Industrie 4.0 und Smart Service Experten Lumir Boureanu und Frank Reinelt in einem recht interessantem Video.

Im Fazit kann festgehalten werden, dass innovativen Geschäftsmodellen, die auf Industrie 4.0 Lösungen basieren, die Zukunft gehört. Smart Services sind dabei die Grundlage, konsumenten- oder anwenderorientierter  Konzepte und avancieren somit zu einer nahezu unverzichtbaren Komponente.

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