In vielen Gebieten Afrikas sind Schulen Mangelware. Oftmals nehmen die Kinder täglich sehr lange Wege auf sich um ein wenig Bildung zu erfahren. Eine schulische Ausbildung zählt nach wie vor als Luxus in den ärmsten Ländern der Welt. Dank Initiativen wie etwa dem „DigiTruck“ können auch Kinder aus entlegenen Gebieten in den Genuss von digitaler Bildung kommen. Der DigiTruck ist ein umgebauter Schiffscontainer, mit großzügigen Solar-Modulen auf dem Dach. Somit wird der benötigte Strom selbst produziert. Im Inneren sind so viele Arbeitsplätze wie möglich zu finden, die jeweils mit einem Laptop ausgestattet sind. Der Vorteil der DigiTrucks ist, dass diese als mobile Klassenzimmer aber auch off-grid genutzt werden können.


Solar-Truck mit Stahltüren verstärk, bietet Platz für 18 Schüler

Um die mobilen Klassenzimmer für Afrika zu konstruieren, werden gewöhnliche Schiffscontainer entsprechend zu einem DigiTruck umgebaut. Dafür werden unter anderem Verkabelungen angebracht, die den Strom von den auf dem Dach installierten Solarpanels in das Innere transportieren. Hier werden dann unter anderem 20 Lern-PCs versorgt. Ein Container ist 12,20 Meter lang und breit genug um drei Arbeitsplätze nebeneinander zu realsieren. Mehr als 75 Prozent der Menschen in Afrika leben in ländlichen Gegenden, deren Infrastruktur eine große Hürde darstellt. Moderne Informations- und Technologie-Lösungen wie der solarbetriebene DigiTruck helfen es eine digitale Brücke zu schlagen um Bildung auch in die entlegensten Gegenden Afrikas bringen zu können. Im Januar 2014 begannen die Arbeiten an dem Projekt, das einer Kooperation zwischen dem Technikunternehmen Arrow Electronics und der gemeinnützigen Organisation Hoops of Hope entsprang. Insgesamt können 18 Schüler auf einmal unterrichtet werden. Ausgestattet ist der Pool mit überholten Laptops. Im unten eingebetteten Videoclip sieht man hauptsächlich Thinkpads. Zusätzlich ist der Truck mit zwei LED-Bildschirmen einem Projektor und zwei Internetroutern ausgestattet. Um die Technik zu schützen, werden die umgebauten Container mit Stahltüren versehen. Zudem bieten die mobilen Klassenzimmer auch einen Schutz vor Hitze.


Wie die Initiatoren der DigiTrucks festhalten, können diese nicht nur als mobiles Klassenzimmer eingesetzt werden, sondern haben auch Potential für eine mobile Krankenstation oder ein Internet-Café. Der DigiTruck macht in verschiedenen Regionen halt und versorgt die Menschen mit wichtiger Bildung und Trainings. In der Folge sollen weitere Trucks gebaut und eingesetzt werden. Natürlich ist auch diese Unternehmung stark von finanziellen Mitteln abhängig. Das wäre eine gute Investition für die Mark Zuckerberg-Stiftung. Zusammen mit seiner Frau Chan hat der Facebook-Gründer vor einigen Tagen ja bereits verkündet 99 Prozent der Anteile an Facebook, also knapp 45 Mrd. US-Dollar, spenden zu wollen. Dabei sollen unter anderem Hilfsprojekte für Kinder unterstützt werden. Zuckerberg möchte, dass seine Tochter Max, die ebenfalls erst wenige Tage alt ist, in einer besseren Welt aufwächst.

Im folgenden Videoclip seht ihr den DigiTruck in Aktion. Ein tolles Projekt. Daumen hoch!

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