Die Erzählungen reichen bis zurück in das sechste Jahrhundert: Damals soll ein irischer Mönch ein wildes Tier auf den Boden des Sees Loch Ness verbannt haben. Seitdem kam es immer wieder zu vermeintlichen Beobachtungen des Nessie genannten Ungeheuers. Ein weltberühmt gewordenes Foto aus den 1930er Jahren erwies sich inzwischen aber als Fälschung. Bis heute gibt es daher keinen Beweis für die Existenz eines Ungeheuers auf dem Boden des Sees – dafür aber eine Vielzahl an Theorien. Ein Team von Forschern rund um Neil Gemmell von der Universität Otago in Neuseeland hat daher nun eine wissenschaftliche Analyse vorgenommen und wurde laut eigener Aussage von den Ergebnissen „überrascht“.


Bild: Rebel yell [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)]

Die Methode wird normalerweise zur Bestimmung von Walen genutzt

Konkret nahmen die Wissenschaftler drei Wasserproben aus unterschiedlichen Tiefen. Diese wiederum wurden anschließend so analysiert, dass sämtliche darin enthaltenen DNA-Spuren von Tieren aufgeschlüsselt werden konnten. Diese Vorgehensweise ist nicht neu, sondern wird schon seit längerem benutzt, um beispielsweise die Bestände von Walen in bestimmten Regionen zu bestimmen. Der Hintergrund: Wenn Tiere durch das Wasser schwimmen, lassen sie winzige Fragmente an DNS zurück. Diese lassen sich wiederum sequenzieren und mit einer riesigen Datenbank abgleichen. Auf diese Weise lässt sich sehr genau bestimmen, welche Tiere beispielsweise in einem See zuhause sind. Was genau Gemmell bei seiner Analyse herausgefunden hat, will er noch nicht verraten.

Eine Unterwasserdrohne konnte Nessie nicht finden

Nur so viel: Drei gängige Theorien konnten widerlegt werden, während eine andere nun plausibler erscheint. Die vollständigen Details will der Forscher aber erst nächsten Monat bekannt geben. Bereits in der Vergangenheit gab es zahlreiche Versuche, Nessie auf dem Boden des Sees aufzuspüren. Vor rund zwei Jahren wurde dafür beispielsweise eine hochmoderne Unterwasserdrohne eingesetzt. Sie fand allerdings lediglich untergegangene Film-Requisiten. Für die Menschen in der Region ist der Mythos rund um den See allerdings ein Segen. Denn dieser lockt dadurch jährlich zahlreiche Touristen an. Dies dürfte sich auch in Zukunft nicht ändern – unabhängig davon, was Gemmell tatsächlich herausgefunden hat.


Via: Daily Mail

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