Nicholas Horbaczewski ist ein Visionär. Er glaubt fest daran, dass es weltweit ein enormes Potential für Rennen zwischen hochklassigen Drohnenpiloten gibt. Deshalb hat er die Drone Racing League ins Leben gerufen und zieht mit einem Tross von Mechanikern, Piloten und Helfern um die Welt. An verschiedenen Standorten wird in unterschiedlichen Renndisziplinen dann jeweils der schnellste Pilot gesucht. Die Besonderheit: Die Fahrer müssen sich zwar jedes Jahr neu für die Teilnahme qualifizieren, werden dann aber auch direkt bei der Rennserie angestellt und erhalten ein festes Gehalt. Wenn man so will, sorgt das Projekt also auch dafür, dass es inzwischen professionelle Drohnensportler gibt. Diese sind somit in der Lage, die Zeit zwischen der Rennen zum trainieren zu nutzen.


Alle Piloten fliegen mit technisch identischen Drohnen

Gleich der Start der Rennen gibt einen Vorgeschmack darauf, wie schnell die kleinen Drohnen fliegen können: In weniger als einer Sekunde beschleunigen sie von null auf mehr als 120 Stundenkilometer. Gesteuert werden sie von den jeweiligen Piloten mithilfe einer Fernbedienung. Eine 3D-Brille sorgt zudem dafür, dass der Flugkapitän jederzeit weiß, wo er gerade lang fliegt. Dennoch kommt es immer wieder zu Zusammenstößen und anderen spektakulären Crashs. Auch deshalb verbrauchen die 18 Piloten während eines Events eine dreistellige Anzahl an Flugobjekten. Diese werden vom Veranstalter zur Verfügung gestellt, damit alle Piloten mit denselben technischen Voraussetzungen arbeiten können. Über Sieg oder Niederlage entscheidet also einzig und alleine das Talent und das Können der Person an der Fernbedienung.


In München fanden sich mehr als tausend Interessierte ein

Am vergangenen Wochenende fand der einzige Stop der Rennserie in Deutschland in der BMW-Welt in München statt. Ausgeflogen wurden die jeweiligen Halbfinals, bei denen sich die besten Piloten für das große Finale qualifizieren konnten. Die rund 1.000 Tickets für die Veranstaltungshalle waren dem Vernehmen nach schnell vergriffen. Auch vor der Halle fanden sich zahlreiche Interessierte ein. Dort konnten die Rennen auf einer Leinwand oder per 3D-Brille verfolgt werden. Aus dieser Perspektive war die Veranstaltung also durchaus ein Erfolg. Ob auch die deutschen Teilnehmer Andreas Hahn und Niklas Solle erfolgreich waren, darf bisher allerdings noch nicht bekannt gegeben werden. Die TV-Übertragung wird erst im Herbst stattfinden. Bis dahin sollen die Ergebnisse – so weit möglich – noch unter Verschluss gehalten werden.

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