Dubai macht immer wieder mit spektakulären Bauprojekten auf sich aufmerksam. So ließ das Emirat vor seiner Küste künstliche Inseln in Palmenform aufschütten und errichtete eine riesige Indoor-Skihalle. Markantestes Gebäude der Stadt ist allerdings der Burj Khalifa – aktuell mit einer Höhe von 828 Metern das höchste Gebäude der Welt. Doch dieser Titel soll bald Geschichte sein. Denn die Firma Emaar Properties plant den Bau eines noch größeren Wolkenkratzers. Dieser soll in der Nähe von Dubai Creek entstehen und helfen, das Gebiet dort ökonomisch aufzuwerten. Die Fertigstellung ist pünktlich zur Weltausstellung 2020 in Dubai geplant. Dabei kalkulieren die Beteiligten mit Baukosten in Höhe von zwei Milliarden Dollar.


BILD: EMAAR PROPERTIES
BILD: EMAAR PROPERTIES

Die exakte Höhe wird erst nach der Fertigstellung bekannt gegeben

Entworfen wurde der Turm durch den Architekten Santiago Calatrava Valls. Dieser gestaltete beispielsweise auch die neue U-Bahn Station am New Yorker World Trade Center. Sein Entwurf für das höchste Gebäude der Welt orientiert sich dabei an klassischen islamischen Bauelementen und soll in seiner Gesamtheit an die Hängenden Gärten von Eden erinnern. Wohnungen sollen in dem „The Tower“ genannten Gebäude keine entstehen. Für die Öffentlichkeit soll allerdings ein Restaurant und ein Hotel integriert werden. Die genaue Höhe des Turms soll dabei erst bei der feierlichen Eröffnung bekannt gegeben werden – sie soll aber in jedem Fall die 828 Meter des Burj Khalifa übersteigen.

Der Burj Khalifa benötigte einst eine externe Finanzspritze

Skeptiker verweisen allerdings darauf, dass sich der Immobilienmarkt in Dubai zuletzt eher mäßig entwickelte. Es könnte also Probleme bei der Vermarktung der Flächen innerhalb des Towers geben. Dies ist von Bedeutung, weil die Hälfte der Baukosten über Kredite finanziert werden sollen. Diese müssen dann aus den Einnahmen der Vermarktung bedient werden. Beim Burj Khalifa allerdings ging dieser Plan nicht auf: Der Emir der Vereinigten Arabischen Emirate musste letztlich mit einer Finanzspritze einspringen. Dennoch gilt der Bau heute als großer Erfolg, weil er Touristen anzieht und weitere Entwicklungsprojekte in seiner Umgebung beförderte. Ähnliches erhofft man sich offensichtlich auch vom The Tower Projekt.


Via: Wall Street Journal

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