Trotz der lang anhaltenden Dürre in Kalifornien ist für die Bewohner des US-Bundesstaats noch ausreichend Trinkwasser vorhanden. Anders sieht es bei den Bäumen aus. Plantagenbesitzer stehen vor der Wahl, immer tiefere Brunnen zu bohren oder ihre Pflanzen vertrocknen zu lassen. Privatgärten dürfen ohnehin schon seit längerem nicht mehr bewässert werden. Ein groß angelegtes Forschungsprojekt hat nun die Auswirkungen auf die natürlichen Wälder des Bundesstaates untersucht. Das Ergebnis: Mehr als 58 Millionen Bäume sind akut von Wassermangel betroffen. Dies bringt gleich zwei Probleme mit sich: Kurzfristig erhöht dies die Waldbrandgefahr und langfristig sind die Waldbestände insgesamt in Gefahr.


Wälder sind wichtig für die Wasserversorgung und zur CO2-Speicherung

Dies wiederum hätte nur schwer zu prognostizierende Folgen. Denn eine signifikante Verringerung der Wälder bliebe natürlich nicht ohne Auswirkungen auf das Ökosystem in dem Gebiet. Einige Tiere und Pflanzen könnten so ihren Lebensraum verlieren. „Kalifornien ist von seinen Wäldern abhängig, sowohl was die Wasserversorgung und die CO2-Speicherung betrifft, als auch im Rahmen der Holzproduktion, des Tourismus und der Naherholung – daher sind die Wälder ökologisch, ökonomisch und kulturell von enormer Bedeutung“, so Greg Asner vom Carnegie Institution’s Department of Global Ecology der Stanford University.


Das Ökosystem ist empfindlich geschwächt

Um die entsprechenden Daten zu gewinnen, griffen die Forscher auf das „Carnegie Airborne Observatory System“ zurück. Dabei handelt es sich um ein Fernerkundungssystem, das mit Hilfe von optischen und chemischen Sensoren eine dreidimensionale Karte der Vegetation erzeugt. Dieses System kommt regelmäßig zum Einsatz, so dass die Wissenschaftler die Entwicklung über die letzten Jahre hinweg problemlos nachvollziehen konnten. Demnach sind rund 10,6 Millionen Hektar Wald von der Dürre betroffen. Das Ökosystem insgesamt kann dabei kaum noch auf Reserven zurückgreifen. Selbst wenn das Wetterphänomen El Nino bald für Regen sorgen sollte, könnte schon die nächste Trockenphase massive Auswirkungen auf Flora und Fauna haben.

Via: Phys.org

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