In Nordamerika erfreut sich die kanadische Reise-App Hopper schon extrem großer Beliebtheit. Denn sie prognostiziert mithilfe von künstlicher Intelligenz die zukünftige Entwicklung von Flug- und Hotelpreisen. Darauf basierend erhält der Nutzer dann eine Empfehlung, zu welchem Zeitpunkt er vermutlich am günstigsten buchen kann. Zusätzlich werden ihm auch verschiedene Alternativen präsentiert. Die hinter der App stehende künstliche Intelligenz hat nun auch das Interesse der Lufthansa geweckt. Die deutsche Airline investiert daher einen hohen einstelligen Millionenbetrag in eine gemeinsame Forschungsallianz. Außerdem wird die Fluglinie Hopper beim Markteintritt in Europa behilflich sein. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Nachfrage nach Flügen noch genauer als bisher zu prognostizieren – und die Preise dementsprechend anzupassen.


Bild: Lufthansa

Die Preisgestaltung soll optimiert werden

Möglich ist dies, weil die Lufthansa schon heute auf eine dynamische Preisentwicklung sitzt. Ein Sitz im Flugzeug kostet also nicht für jeden gleich viel. Vielmehr richtet sich der Preis nach Angebot und Nachfrage, dem Buchungszeitpunkt und verschiedenen anderen Daten. Mithilfe der künstlichen Intelligenz sollen nun auch zukünftige Entwicklungen verstärkt in den Prozess einbezogen werden. Ist also noch mit zahlreichen kurzfristigen Buchungen zu rechnen, sodass die Preise hoch bleiben können? Oder soll versucht werden, mit günstigen Tickets den Flieger zu füllen? Solche und ähnliche Entscheidungen kann das System dann auf Basis einer noch besseren Daten- und Prognoselage als bisher treffen. Außerdem soll die KI helfen, den Kunden jeweils passende Zusatzangebote anzuzeigen.

Hopper kommt im Sommer nach Europa

In gewisser Weise wird die künstliche Intelligenz von Hopper also zukünftig zweifach verwendet. Zum einen, um für die Kunden besonders günstige Flüge zu finden. Zum anderen aber auch, um die Preisgestaltung der Airline zu optimieren. Wer die Technologie hinter der App selbst einmal ausprobieren möchte, muss sich in Deutschland noch bis Mitte des Jahres gedulden. Dann ist der Markteintritt in Europa geplant. Ausreichend Geld sollte zur Verfügung stehen: Erst im Oktober sammelte die kanadische Firma rund 100 Millionen Dollar für die weltweite Expansion ein. Die Unternehmensbewertung lag dabei bei stolzen 800 Millionen Dollar. Ob sich auch die Lufthansa direkt an Hopper beteiligt hat, ist bisher nicht bekannt. Die Fluglinie sprach lediglich von einer langfristigen Kooperation.


Via: Lufthansa

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