Der Fahrer stellt sein Elektroauto vom Typ e.GO Life vor dem Parkhaus ab. Dann wählt er eine App auf seinem Smartphone, klickt „parken“ an und geht davon. Der kleine Elektroflitzer macht sich auch auf den Weg. Völlig autonom rollt er mit Tempo zehn auf den ihm zugewiesenen Parkplatz. Per App wird er zurückgeholt, wenn der Fahrer seine Besorgungen erledigt hat.


Sensoren für alle Stellplätze

Zukunftsmusik? Stimmt. Aber in wenigen Monaten wird es Realität. Derzeit wird ein Parkhaus auf dem Gelände der Technischen Hochschule Aachen elektronisch so aufgerüstet, dass autonom fahrende Autos selbstständig ihren Platz finden. Alle Stellplätze werden mit Sensoren ausgestattet, die der Zentrale melden, ob sie belegt sind. Sender nehmen, wenn der „parken“-Button gedrückt wird, informieren das Fahrzeug über den Weg, den es einzuschlagen hat. Dicht an dicht stehen die Fahrzeuge – es muss ja niemand ein- oder aussteigen. Das erhöht die Zahl der Stellplätze um bis zu 50 Prozent.


„Selbst parken ist ein Auslaufmodell“

Das Projekt realisieren der Stuttgarter Autozulieferer Robert Bosch und das junge Aachener Unternehmen e.GO Mobile, das aus der Hochschule hervorgegangen ist. Automated Valet Parking heißt das von Bosch entwickelte Parksystem. In der ersten Testphase sind zwölf e.GO Life im Einsatz. Die Fahrzeuge stehen Mitarbeitern des Unternehmens für Dienstfahrten sowie zur Vorführung des automatisierten Einpark- und Vorfahrservices zur Verfügung. Anfangs werden die Fahrzeuge noch auf normal breiten Stellplätzen geparkt. Erst im zweiten Schritt rücken sie dicht aneinander.

„Selbst parken ist ein Auslaufmodell“, sagt Dirk Hoheisel, Mitglied der Bosch-Geschäftsführung. „Für die Technik-Option im e.GO Life müssen die Kunden nur einen minimalen Aufpreis zahlen“, sagt Professor Günther Schuh, Vorstandsvorsitzender des Autoherstellers, der auch an der Technischen Hochschule Aachen lehrt. Es gibt den e.GO Life in drei Versionen, die sich unter anderem in der Reichweite unterscheiden. Diese liegt im Stadtverkehr zwischen 104 und 154 Kilometer. Die Fahrzeuge, die zwischen 15.900 und 19.900 Euro kosten, können bereits bestellt werden. Die Auslieferung soll im Sommer beginnen.

via e.GO

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

1 Kommentar

  1. berndamsee

    20. Mai 2018 at 08:29

    Hallo! Mir ist ja nicht klar, woraus das ‚Besser als TESLA‘ resultiert, zumal TESLA dieses Feature schon länger hat.
    Andererseits wird aber mit keinem Wort erwähnt, wie die rechtliche Seite – unbemanntes Fahrzeug – aussieht.

    Eine typische Nachricht ohne wesentlichen Inhalt.

    LG Bernd

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.