OLED- oder LC-Displays sind der derzeitige Standard bei TabletsEinen etwas anderen Weg geht das chinesische Startup Eewrite: Im Rahmen einer Kickstarter-Kampagne wirbt das Unternehmen mit einem Tablet namens E-Pad, bei dem ein E-Ink-Bildschirm wie bei E-Readern zum Einsatz kommt. Außerdem soll man auf dem Display mit einem Stift wie auf Papier zeichnen können. Das etwas andere Tablet weckt Interesse – das Finanzierungsziel konnte bereits erreicht werden.


Bild via Kickstarter

E-Ink-Display fürs Tablet

Eewrite setzt für das E-Pad auf Wacom-Technologie, die 4096 verschiedene Druckstufen für den Eingabestift vorsieht. Dies soll ermöglichen, mit dem Stift beinahe wie auf Papier schreiben zu lassen. Dank Handballenerkennung kann der Nutzer den Handballen dabei auf dem Display ablegen.

Das Tablet soll mit einem 10,3 Zoll großen Bildschirm mit einer Auflösung von 1872 x 1404 Pixeln ausgeliefert werden. Dies ermöglicht eine Bildschärfe von 228 Pixel pro Zoll (PPI). Das Versprechen, wie auf Papier schreiben zu können, spricht dafür, dass die Oberfläche des Displays mattiert sein wird. Ab einer Zahl von 400 Unterstützern soll das Tablet auch eine Hintergrundbeleuchtung bekommen.


Keine Spiele und Videos

Als Betriebssystem kommt Googles Android zum Einsatz, was bedeutet, das für das Tablet zahlreiche Apps verfügbar wären. Während das E-Ink-Display ideal für Schreib- und Zeichenapps geeignet ist, scheint es auch Eewrite nicht gelungen zu sein, eine vernünftige Darstellung von Bewegtbildern auf E-Ink-Displays zu ermöglichen. Mit Spielen und Youtube sieht es daher schlecht aus. Dafür ermöglich der stromsparende Betrieb des Displays laut Hersteller eine Laufzeit von bis zu einer Woche.

Details zur Hardware sind auch bekannt: Eewrite verbaut einen Helio-X20-Chipsatz, 2 GB RAM, Bluetooth, WLAN, ein LTE Modul und einen Erweiterungsslot für SD-Karten. Letzterer ist auch nötig, da das Tablet nur 32 GB internen Flash-Speicher bieten soll. Der Preis für das E-Pad liegt bei umgerechnet etwa 400 Euro ohne und 422 Euro mit Stylus.

Wer nun begeistert ein E-Pad bestellen will, der sei gewarnt: Crowdfunding-Projekte tragen immer ein Risiko in sich. Nicht selten kommt es vor, dass ein Produkt nie fertig entwickelt wird und dementsprechend die Backer auch nie erreicht. Die Tatsache, dass das Finanzierungsziel lediglich bei 9000 Euro lag (inzwischen sind mehr als 160.000 Euro zusammengekommen) könnte ein Warnsignal sein.

via Kickstarter

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