Mit der Legalisierung der E-Scooter ist dem neuen Trend nun keine Hürde mehr gesetzt. So ganz stimmt das jedoch nicht, bisher gibt es nur wenige E-Scooter, die eine Sondergenehmigung in Form einer Betriebserlaubnis erhalten haben. Elektroroller benötigen eine allgemeine Betriebserlaubnis (ABE), um ordnungsgemäß im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden zu dürfen. Die Beantragung der ABE seitens der Hersteller ist im vollen Gang. Es ist davon auszugehen, dass die Verfügbarkeit geeigneter und tauglicher Elektroscooter in den nächsten Monaten zunimmt. Es gibt allerdings beim Kauf eines E-Scooters noch so manches zu beachten. Vorsichtig sollte man vor allem beim Kauf von Billigtretrollern sein.


Beispielbild E-Scooter @Michael Kammler

Diese E-Scooter haben bisher eine Betriebserlaubnis

Bisher können nur zwei E-Scooter erworben werden, die über eine Betriebserlaubnis verfügen. Hierbei handelt es sich um den recht großen Metz Moover und den X2 City von BMW. Das Angebot ist also zunächst noch recht überschaubar. Unabhängig von den nach wie vor umstrittenen E-Scooter-Meinungen, werden in naher Zukunft weitere Modelle folgen.

Der passende Elektrostehroller

Welcher E-Scooter der richtige ist, kann pauschal nicht beantwortet werden. Als erstes Abgrenzungskriterium erweisen sich die Radgrößen. E-Scooter mit größeren Rädern lassen sich komfortabler fahren. Allerdings sind diese dann auch schwerer und unhandlicher. Für den Transport in Bus und Bahn, dürfte das ein wenig störend sein. Die Frage, die sich anschließt ist, auf welchem Weg der Roller zum Einsatz kommen soll? Handelt es sich dabei um die letzte Meile? Erstreckt sich der Einsatzweg über den gesamten Arbeitsweg? Ist der Weg recht holprig oder eher eben und „glatt“? Hierbei sind ebenfalls die Radgrößen entscheidend. Über Kopfsteinpflaster lassen sich E-Scooter mit kleineren Rädern nicht so gut fahren. Allerdings erweisen sich beispielsweise Micro E-Scooter an Flughäfen als sehr praktisch und tauglich. Diese Miniflitzer gibt es auch in Kombination mit einem Handgepäckkoffer und ermöglichen den oftmals recht langgezogenen Weg zum Terminal recht entspannt zu bestreiten.


Vor- und Nachteile der E-Scooter für die Öffentlichen Verkehrsmittel

Wer viel mit der Bahn und dem Bus reist, der könnte durchaus Interesse an einem smarten, kompakten kleinen E-Scooter bekunden. Es gibt Modelle, die sich leicht zusammenklappen und verstauen lassen. Zu beachten gilt allerdings bei diesen Elektrotretrollern, dass die kleinen Räder sehr empfindlich bei Unebenheiten sind. Zudem ist bei den kleinen E-Scooter-Modellen alles etwas kleiner, was auch die Bedienung und den Stand anbelangt. Denn auch das Trittbrett ist in dem Fall schmaler. Empfehlenswert für den ÖPNV sind jedoch ein Mix aus Groß und Klein. Gemeint sind Elektroscooter mit mittelgroßen luftgefüllten Reifen und einem Klappmechanismus. Zwischen 16 und 17 Kilogramm wiegen diese Kompromisslösungen. Das geht noch gerade so, um die E-Scooter durch den Zug zu schleppen.

Diese Voraussetzungen müssen E-Scooter erfüllen

E-Scooter, die nur eine Bremse haben oder schneller als 20 km/h fahren, beziehungsweise nicht über eine ausreichende Beleuchtung verfügen, werden auch nachträglich keine Zulassung erhalten. Entweder müssen diese dann aufgerüstet werden, oder eine Zulassung ist generell nicht möglich. Der Bundesrat hat Mitte Mai 2019 die Rahmenbedingungen zur Nutzung von E-Scootern im öffentlichen Verkehrsraum festgelegt. Neben den baulichen Voraussetzungen ist auch ein Mindestalter von 14 Jahren vorgegeben worden. Zudem muss der E-Scooter versichert werden. Unter 23 Jährige zahlen hier für ein Jahr knapp 90 Euro. Ältere Fahrer müssen etwa 60 Euro zahlen. Wichtig ist, dass der anvisierte E-Scooter zumindest über ein Typenschild verfügt, um später auch eine entsprechende ABE erhalten zu können.

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