Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine vollständig vegane Lebensweise. Doch nicht immer ist so einfach zu erkennen, bei welchen Produkten tierische Erzeugnisse in der Produktion verwendet werden. Bestes Beispiel: Die Süßigkeiten von Haribo sind in der Regel nicht vegan, die von Katjes aber schon. Außerdem konnten Veganer lange Zeit kein Guinness trinken, weil das typisch irische Bier mit einer Fischblase gefiltert wurde. Inzwischen hat die Brauerei aber ein neues – vollkommen veganes – Verfahren entwickelt und etabliert. In Großbritannien hat nun der erste Stromanbieter einen rein veganen Tarif präsentiert. Konkret geht es um die Verwendung von Bioabfällen zur Erzeugung von Biogas oder Elektrizität. Hier will das Unternehmen keine Rohstoffe aus Betrieben verwenden, in denen Tiere gehalten werden.


By Michael Kauffmann (Own work) [CC BY 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Bisher machen Energieversorger keine Angaben zu der Thematik

Aus Sicht der Veganer kann dies durchaus Sinn ergeben. Denn wer die Massentierhaltung ablehnt, möchte die entsprechenden Betriebe natürlich auch nicht indirekt über die eigene Stromrechnung subventionieren. Ecotricity-Gründer Dale Vince erklärte daher auch: „Millionen Menschen unterstützen die Fleischindustrie ungewollt über ihre Stromrechnung.“ Der Ökostrom-Anbieter hat bereits seit einiger Zeit darauf verwiesen, dass er nur rein vegane Landwirtschaftsabfälle zur Energiegewinnung nutzt. Nun wurde dies durch die Organisation „The vegan Society“ offiziell bestätigt und zertifiziert. Grundsätzlich sind die Energieversorger in Großbritannien verpflichtet, öffentlich darzulegen, aus welchen Quellen der produzierte Strom stammt. Es muss bisher aber nicht angegeben werden, ob tierische Produkte verwendet wurden.

Dale Vince ist für ungewöhnliche Aktionen bekannt

Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet Ecotricity in diesem Punkt nun eine Vorreiterrolle übernimmt. Der bereits zitierte Unternehmenschef Dale Vince ist jedenfalls selbst überzeugter Veganer – und hat keine Angst diese Lebensweise auch durch ungewöhnliche Aktionen zu bewerben. So kaufte er den örtlichen Fußballclub Forest Green Rovers und will den Viertligisten mindestens bis in die Zweite Liga führen. Für die Zuschauer brachte dies aber auch einige Veränderungen mit sich: Statt der klassischen Stadionwurst gibt es jetzt vegane Burger und indisches Essen im Stadion. Der Strom wird zudem ökologisch korrekt direkt vor Ort produziert – und zwar vollständig vegan mithilfe von Solarmodulen und Windrädern. Wie viele Menschen sich für den neuen veganen Stromtarif entscheiden werden, bleibt noch abzuwarten.


Via: Treehugger

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