Dänemark liegt als Urlaubsland wieder voll im Trend. Einfach raus, die Weiten des Landes und die Natur genießen. Urlauber besuchen regelmäßig favorisierte Ferienhäuser in Dänemark, um abschalten und die Freizeit genießen zu können. Ein beliebtes Ziel ist unter anderem der Ferienort Hvide. Dort finden sich auch verträumte Holzhäuser wieder, die gemietet werden können. Immer mehr Urlauber, die regelmäßig in Dänemark Urlaub machen, liebäugeln allerdings auch mit dem Kauf eines Sommerhäuschens. Die dänische Regierung macht hier jedoch regelmäßig einen Strich durch die Rechnung. Ausländer haben es sehr schwer Ferienhäuser in Dänemark zu kaufen. Hierfür muss eine Genehmigung eingeholt werden, die nicht so einfach erteilt wird.


Angst vor einem „Mini-Deutschland“

Zahlen des Justizministeriums zufolge konnten 40 Deutsche 2013 ein Ferienhaus in Dänemark kaufen. Die Nachfrage liegt allerdings im Tausender-Bereich. „Die Menschen sehnen sich nach mehr Platz, nach Natur und Entschleunigung aber auch Unabhängigkeit. Ferienwohnungen sind in Dänemark sehr beliebt und immer wieder wird angefragt, ob denn nicht auch ein Verkauf zur Option stünde.“ erklärt Kaj Frederiksen von sonneundstrand.de.


Menschen aus der ganzen Welt zieht es vermehrt in das kleine friedliche Land. Die dänische Tourismuszentrale verzeichnete seit 2015 bereits einen wachsenden Anstieg an Übernachtungen in Ferienhäusern. In diesem Jahr setzte sich der Trend fort. Eine Vielzahl der Urlauber kann sich gut vorstellen eines der Holzhäuschen auch zu kaufen. Das möchte die Regierung bisher jedoch nicht. Aus Sicht der Anbieter von Ferienwohnungen in Dänemark und auch Makler herrscht nach wie vor Unverständnis. Wenn Deutsche Ferienhäuser frei kaufen dürften, würde das schließlich einen neuen Markt eröffnen. Die Zunahme an Käufern würde es auch Familien einfacher machen, die ihre Ferienhäuser verkaufen wollen. Bisher ist es sehr schwer Häuser loszuwerden. Die Dänen selbst haben kaum Interesse an Ferienwohnungen und Ausländer dürfen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen zuschlagen. Die Begründungen seitens des dänischen Parlaments sind zumindest vom wirtschaftlichen Aspekt her vertretbar. So besteht die Gefahr, dass die Preise für Ferienhäuser dermaßen in die Höhe schnellen könnten, das kaum ein Däne noch in der Lage wäre sich ein Sommerhaus leisten zu können. Weiterhin haben einige Angst vor Leerstand. Würden die gekauften Häuser nicht weitervermietet, sondern lediglich als Sommer-Residenz für wenige Wochen genutzt, könnten diese Größtenteils leer stehen. Langweilige Urlaubsorte, mit Geisterstadt-Feeling wären die Folge. Café-Betreiber, Gastwirte oder Eisverkäufer müssten die Segel streichen.

Einige haben allerdings einfach nur Angst vor einem „Mini-Deutschland“ in Dänemark. Ein Großteil der Dänen möchte das zu verhindern wissen.

Besondere Verbundenheit zu Dänemark

So geht der Streit über das Verkaufsverbot von Ferienhäusern an Ausländer in Dänemark munter weiter. Gleichzeitig verlieren die Dänen aber vermehrt das Interesse an einem Kauf von Strandhäusern. Hausbesitzer, die sich von ihrem Eigentum trennen wollen, haben es richtig schwer. Die Liegezeiten einiger Ferienhäuser entlang der dänischen Westküste betragen bereits mehrere Jahre. Trotz dieser Umstände, bleibt das dänische Parlament hart und kippte kürzlich erst wieder einen Vorschlag der Liberalen, der den Kauf von Ferienhäusern in Dänemark begünstigten sollte, mit 92 zu 15 Stimmen. Die Abschaffung der Sonderregel wird von nur wenigen Parteimitgliedern herbeigewünscht. Folglich dürfte sich auch in den nächsten Jahre nicht viel ändern. Um beispielsweise als Deutscher ein Sommerhaus in Dänemark kaufen zu können, muss eine Genehmigung eingeholt werden. Laut dänischem Gesetz wird dem Antrag nur stattgegeben, wenn eine ganz besonders starke Beziehung zu Dänemark besteht.

Dänemark gilt als Vorzeigebeispiel im Hinblick auf die Nutzung erneuerbarer Energien. Bis 2020 möchte das Land wochenweise komplett auf erneuerbare Energien setzen. Zuletzt sorgte auch die Weltgrößte Rederei, die ebenfalls in Dänemark angesiedelt ist, mit dem Einsatz autonomer Schiffe für Aufsehen. So zieht es nicht nur Naturfans, sondern auch Technik-Begeisterte vermehrt in das Land der Vorreiter.

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