Beinahe drei Jahre ist es nun her, dass Lego verkündete, 1 Milliarde Dollar in die Hand nehmen zu wollen, um im neuen »LEGO Sustainable Materials Center« nach ökologischen Materialalternativen zu forschen. Der dänische Spielzeugproduzent setzte für diese Suche immerhin 100 Mitarbeiter ein, Trends der Zukunft berichtete damals über das lobenswerte Projekt. Nun ist endlich eine Entscheidung gefallen.


LEGO-Steine werden grüner

Der ökologische Fußabdruck reduziert sich um 70 %

Die Wahl des Spezialistenteams fiel auf brasilianisches Zuckerrohr: Aus diesen Pflanzen lassen sich natürliche Polyethylene gewinnen, die dieselben Eigenschaften mitbringen wie die bisherigen LEGO-Steine. Damit reduzieren sich die bei der Produktion anfallenden CO2-Emissionen um ganze 70 %! Zu Anfang sollen allerdings nur botanische Elemente aus dem neuen Material hergestellt werden, zum Beispiel LEGO-Bäume, Büsche und Blätter. Bis zum Jahr 2030 soll dann die komplette Umstellung von Erdöl auf Zuckerrohr erfolgen.

Der Weg führt in die richtige Richtung

Natürlich lässt sich dieser Schwenk auch kritisch sehen, denn schließlich müssen für den Anbau des genutzten Zuckerrohrs vielleicht wieder neue Regenwaldflächen gerodet werden – oder es gehen Ackerflächen für die Nahrungsproduktion verloren. Und außerdem ist Plastik immer noch Plastik, oder? Doch der Weg führt an sich in die richtige Richtung, der nachhaltige Zuckerrohranbau wäre nur noch ein weiterer Schritt hin zu »grüneren« Legosteinen. Und ganz ohne Frage zählt LEGO bereits seit Jahrzehnten zu den kreativsten Kinderspielzeugen, es findet in jeder Generation neue Fans. Die bunten Steinchen setzen einen Kontrapunkt zum allgemeinen Trend, sich in digitale Welten zu flüchten, sie fördern die Feinmotorik und die Innovationskraft unserer Kinder. Wahrscheinlich gibt es nur wenige Eltern, die gern auf dieses Spielzeug verzichten würden – darum ist es so wichtig, dass auch hier endlich ein Umdenken stattfindet. Vielleicht ist der Plan noch nicht ganz perfekt und weist Lücken auf, doch das wird sich hoffentlich mit der Zeit geben.


Quelle: treehugger.com

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.