Bereits vor einiger Zeit hat die schwedische Automarke Volvo angekündigt, zukünftig ausschließlich Fahrzeuge mit Elektroantrieb anbieten zu wollen. Nun zieht mit dem Volkswagen-Konzern auch Europas größter Autohersteller nach. So teilte VW-Chefstratege Michael Jost mit, dass im Jahr 2026 die letzte Produktionsplattform auf den Markt kommen wird, mit der noch nicht CO2-neutrale Autos gebaut werden können. Geht man von den normalen Lebenszyklen neu entwickelter Modelle aus, würde dies bedeuten, dass rund um das Jahr 2040 der letzte Volkswagen mit Verbrennungsmotor verkauft werden dürfte. Als Grund dafür benennt Jost explizit auch den Klimawandel: Die Ziele des Pariser Weltklimavertrags lassen sich nur erreichen, wenn der Straßenverkehr ab dem Jahr 2050 ohne CO2-Emissionen auskommt, so der Manager.


Bild: Volkswagen

In China entsteht bereits die erste Großfabrik für Elektroautos

Der VW-Konzern hat daher bereits vor einigen Wochen bekannt gegeben, dass die Gelder für Forschungs- und Entwicklungsarbeit massiv angehoben werden. So sollen alleine im Bereich der Elektromobilität rund 30 Milliarden Euro investiert werden. Weitere 14 Milliarden Euro stehen für das autonome Fahren und die Digitalisierung der Branche bereit. Bis zum Jahr 2026 werden die Ingenieure des Konzerns aber noch eine zweigleisige Strategie fahren und zusätzlich auch noch an klassischen Produktionsplattformen für Autos mit Verbrennungsmotor arbeiten. Anschließend soll die Technik so weit sein, dass sich die Entwicklungsarbeit vollständig auf den Elektrobereich konzentrieren kann. In diesem Zusammenhang ist auch ein weiteres Großprojekt zu sehen: In der Nähe von Shanghai errichtet VW aktuell eine neue Riesenfabrik zum Bau von Elektroautos.

Zwickau, Emden und Hannover sind die E-Fabriken in Deutschland

Auch in Deutschland werden bereits jetzt die ersten Werke auf die Produktion von E-Fahrzeugen umgestellt. So wird im nächsten Jahr in Zwickau die Produktion anlaufen. Langfristig sollen alleine dort sechs Elektromodelle für drei Marken des Konzerns gebaut werden. Auch die Standorte in Emden und Hannover werden sich zukünftig auf den Elektro-Bereich konzentrieren. Unklar ist noch, wie sich die Umstellung auf die Zahl der benötigten Mitarbeiter auswirken wird. Porsche berichtete zuletzt, dass die Elektromobilität als großer Jobmotor fungiert. Klar ist aber auch: Der Elektromotor ist deutlich simpler konstruiert als der klassische Verbrenner, so dass theoretisch deutlich weniger Mitarbeiter benötigt werden. Einige Gewerkschafter stehen dem Thema daher auch sehr kritisch gegenüber.


Via: Die Zeit

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