Der Mensch hat eine große Zahl an wild lebenden Raubtieren aus Deutschland vertrieben. Dadurch wurde aber auch das sensible Gleichgewicht zwischen Jägern und Gejagten gestört. Einige Tierarten können sich daher ungestört ausbreiten. Damit diese Populationen aber nicht Überhand nehmen, greift der Mensch dann erneut ein. Beispielsweise durch die gezielte Jagd. Wissenschaftler des California Institute of Technology haben nun allerdings eine weniger drastische Methode der Populationskontrolle entwickelt. Eine einfache Spritze soll die Tiere für rund zehn Jahre unfruchtbar machen. Auf diese Weise wird die Zahl der Neugeborenen künstlich niedrig gehalten. Die Methode könnte nicht nur bei Wild zum Einsatz kommen, sondern beispielsweise auch bei streunenden Hunden und herumlaufenden Katzen.


Foto: Geoff Stearns via Flickr, CC by 2.0
Foto: Geoff Stearns via Flickr, CC by 2.0

Hormonblockade sorgt für die Unfruchtbarkeit

Bisher müssen Tiere aufwendig operiert werden, um dauerhaft sterilisiert zu werden. Auch Spritzen kommen teilweise zum Einsatz. Diese müssen dann aber immer wieder aufgefrischt werden. Diese Notwendigkeit entfällt bei der neu entwickelten Methode. Möglich wird dies durch eine Blockierung des Hormons Gonadoliberin, das die Funktion von Eierstöcken und Hoden reguliert. Die Tiere bekommen dabei DNA gespritzt, die Muskelzellen dazu bringt, Antikörper zu produzieren, die die Wirkung des Gandoliberin unterdrücken. Innerhalb von zwei Monaten entstehen dann so viele Antikörper, dass das Tier komplett unfruchtbar ist. Die Wirkung der Spritze hält für rund zehn Jahre an.

Sanfte Sterilisation freut die Tiere und spart Kosten

Getestet wurde die neue Methode der Geburtenkontrolle bisher allerdings nur an Mäusen. Dort erwies sie sich aber als überaus erfolgreich. Die Forscher untersuchen nun, welche Hormone bei welchen Tieren am besten blockiert werden sollten, um das Ziel der Unfruchtbarkeit zu erreichen. Auf lange Sicht könnten dann auch Hauskatzen und Hunde auf diese vergleichsweise sanfte Methode sterilisiert werden. Dies würde die Besitzer zudem deutlich weniger Kosten als die bisher notwendige Operation. Grundsätzlich könnte die Methode zudem auch irgendwann beim Menschen zum Einsatz kommen. Bis dahin ist aber noch einiges an Forschungsarbeit nötig.


Via: Popsci

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