Stockholm verfügt eigentlich über einen recht gut ausgebauten öffentlichen Personennahverkehr. Doch auch das Netz in der schwedischen Hauptstadt ist nicht dicht genug, um jeden Passagier bis vor die eigene Haustür zu transportieren. Zumindest ein wenig weiter helfen, soll zukünftig ein autonomer Bus der Firma Nobina. Dieser fährt im regulären Linienverkehr über eine Strecke von 1,5 Kilometern. Platz bietet das Fahrzeug für insgesamt elf Passagiere. Wobei nur sechs Personen sitzen können, während der Rest stehen muss. Dies gilt auch für die zwölfte Person an Bord – den sogenannten Host. Dieser schließt an den Haltestellen die Türen und kann im Notfall die Steuerung über das Fahrzeug übernehmen. Ein Lenkrad gibt es dafür aber nicht, stattdessen kommt ein Joystick zum Einsatz.


Foto: Nobina

Die autonomen Busse sind für die letzte Meile gedacht

Ausgestattet ist der Bus mit einem „Light Detection and Ranging“ – kurz: Lidar – System. Zahlreiche Sensoren stellen dabei sicher, dass andere Verkehrsteilnehmer und Hindernisse rechtzeitig erkannt werden. All zu schwierig wird es der Technologie während der sechsmonatigen Testphase aber nicht gemacht: Die maximale Geschwindigkeit der Busse ist auf zwanzig Stundenkilometer begrenzt. Ohnehin sollen die autonomen Fahrzeuge aber nicht über längere Strecken zum Einsatz kommen. Stattdessen dienen sie als Ergänzung für die bereits vorhandenen Linien mit klassischen Fahrern am Steuer. Es geht also um die sogenannte letzte Meile. Die autonomen Busse sollen somit die Distanz zwischen der Bushaltestelle und der Haustür der Passagiere verringern.

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Zuletzt aktualisiert am 19.06.2018

Die Reaktion der Fahrgäste soll beobachtet werden

„Um die Umwelt zu schonen, müssen wir zusammen reisen und das Projekt wird uns helfen, gemeinsam auf bessere Art und Weise zu fahren, von Tür zur Tür, von deiner Bushaltestelle bis zu deinem Büro oder von der Bushaltestelle nach Hause. Es kreiert also eine bessere Situation für alle Beteiligten“, erläutert Peter Hafmar vom Hersteller des selbstfahrenden Busses. Neben der Technologie soll während der Testphase vor allem auch die Reaktion der Fahrgäste genauer beobachtet werden. Denn nur wenn diese den innovativen Bus auch annehmen, kann er dazu beitragen, das öffentliche Verkehrssystem in Stockholm zu verbessern. Bei erfolgreichem Verlauf des Testprojekts soll der autonome Bus zukünftig auch auf weiteren Strecken eingesetzt werden.

Via: WTVY


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