Die schwedische Firma Northvolt existiert erst seit rund drei Jahren, hat aber bereits für mächtig Wirbel gesorgt. Dies liegt vor allem daran, dass die Geschichte hinter dem Startup so interessant ist. Denn die beiden Gründer Peter Carlsson und Paolo Cerruti arbeiteten lange Zeit bei Tesla und teilen Elon Musks Begeisterung für Elektroautos. Irgendwann kehrten sie dann in ihre schwedische Heimat zurück und kündigten an, dort die größte Batteriefabrik Europas zu bauen. Schon früh gewannen sie bekannte Investoren für das Projekt. So sind unter anderem Siemens und ABB frühzeitig eingestiegen. Das bisher größte Investment kommt nun aber von einem Autobauer: Volkswagen hat zwanzig Prozent des Batterie-Startups erworben.


Bild: Volkswagen

Insgesamt wird Volkswagen rund 900 Millionen Euro investieren

Zusätzlich ist geplant, ein Gemeinschaftsunternehmen zu gründen und auch in Deutschland eine Batteriefabrik zu errichten. Als Standort dafür wurde Salzgitter ausgewählt. Schon in der Vergangenheit hatte Volkswagen darüber nachgedacht, dort eine entsprechende Fabrik zu errichten. Alleine traute sich die Konzernführung dies aber offensichtlich nicht zu. Daher hat man sich nun die nötige Expertise eingekauft. Dafür waren die VW-Manager auch bereit, ordentlich Geld auf den Tisch zu legen. Denn für die Beteiligung an Northvolt und den Aufbau des Gemeinschaftsunternehmens werden insgesamt rund 900 Millionen Euro fällig. Dies ist keine geringe Summe, insbesondere wenn man bedenkt, dass Northvolt bisher noch gar nicht unter Beweis gestellt hat, tatsächlich eine Batteriefabrik bauen und betreiben zu können.

Der Bedarf an Batteriezellen wird deutlich zunehmen

Es handelt sich also um einen durchaus riskanten Deal für Volkswagen. Es könnte aber auch ein notwendiger Schritt gewesen sein. Denn der VW-Konzern wird zukünftig gewaltige Mengen an Batteriezellen benötigen. Interne Schätzungen gehen davon aus, dass ab dem Jahr 2025 ein Bedarf von jährlich 150 Gigawattstunden bestehen wird. Auch bei anderen Autoherstellern dürfte die Nachfrage deutlich steigen. Hier könnte sich Volkswagen durch die Northvolt-Beteiligung einen wichtigen Wettbewerbsvorteil verschafft haben. Dies gilt allerdings nicht unbedingt gegenüber dem einheimischen Konkurrenten BMW. Denn der bayerische Autohersteller hat mit Nortvolt nicht nur eine Forschungsallianz ins Leben gerufen, sondern ist ebenfalls an dem schwedischen Startup beteiligt.


Via: Wiwo

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