In einigen Ländern ist es in den vergangenen Jahren zu einer Art Machtwechsel gekommen. Lange Zeit war dort die Mercedes-S-Klasse das erfolgreichste Auto in der Luxusklasse. Dann aber kam Tesla und eroberte die Spitzenposition. Für Mercedes wäre dies eigentlich gut zu verkraften. Immerhin macht der Stuttgarter Konzern trotzdem noch Milliardengewinne, während der US-Konkurrent stets Verluste meldet. Dennoch bläst Mercedes-Chef Dieter Zetsche jetzt zur Aufholjagd in Sachen Elektroautos. Dazu wurde eigens eine Untermarke namens „EQ“ ins Leben gerufen, die nun das erste reine Elektroauto des Konzerns präsentiert hat. Der Elektro-SUV trägt den Namen EQC und kommt auf stolze 408 PS. Bestellungen können ab Anfang nächsten Jahres aufgegeben werden.


Bild; Mercedes

Achtzig Prozent Akkuladung in vierzig Minuten

Die Leistungsdaten des neuen Stromers mit dem markanten Stern lesen sich gar nicht schlecht. So liegt die Reichweite bei 400 Kilometern und wurde bereits nach dem neuen und strengeren WLTP-Standard zertifiziert. Dafür mussten aber Abstriche in Sachen Höchstgeschwindigkeit gemacht werden. Diese liegt bei 180 Stundenkilometern. Der rund 600 Kilogramm schwere Akku ist im Unterboden des Fahrzeugs verbaut. Somit ist im Inneren des Fahrzeugs Platz für fünf Personen und 510 Liter Stauraum im Kofferraum. Innerhalb von nur vierzig Minuten soll die Batterie zudem bereits wieder zu achtzig Prozent geladen sein. Unterwegs sorgt smarte Technik zudem dafür, dass beim bremsen und bergab fahren ebenfalls Energie zurückgewonnen wird. Ein Teil des Stroms wird aber auch für ein besonders Gimmick benötigt: Der Mercedes-Stern auf der Haube wird beleuchtet.

Die Produktion wird in Bremen stattfinden

Noch aber scheint man bei Mercedes nicht sicher zu sein, wie viele Kunden das neue Elektroauto tatsächlich kaufen werden. So wurde für die Produktion kein neues Werk eröffnet, sondern sie soll an bestehenden Standorten mitlaufen. Der EQC etwa wird in der Mercedes-Fabrik in Bremen gebaut. Für den Konzern hat dies den Vorteil, dass er die Mitarbeiter flexibel einsetzen kann. Ist die Nachfrage nach dem E-SUV zu gering, werden stattdessen halt wieder Autos mit Verbrennungsmotor gebaut. Der Stuttgarter Konzern hat zudem von den Produktionsproblemen bei Tesla gelernt und will die Fertigung nur langsam hochfahren. Auf konkrete Zielmarken wird ganz verzichtet. Die simple und richtige Erklärung: Anders als beim Bau von klassischen Autos fehle es schlicht an jahrzehntelanger Erfahrung.


Via: Mercedes

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