Mit dem I-PACE, dem ersten voll elektrischen Fahrzeug der Firmengeschichte, läutet der britische Jaguar-Konzern eine neue Ära ein. Die Leistungsdaten der Neuentwicklung können sich auf jeden Fall sehen lassen: Das Auto beschleunigt von 0 auf 100 Stundenkilometer innerhalb von nur 4,2 Sekunden. Die Reichweite soll zudem zwischen 420 und 480 Kilometern pro Akkuladung liegen. Dieser Wert kann aber natürlich je nach Fahrweise variieren. In den letzten Wochen durften zudem einige Fachmagazine den neuen Elektro-Jaguar testen und zeigten sich größtenteils begeistert. Doch jetzt scheinen die ersten Probleme aufzutreten: Wie das Branchenmagazin Electrek berichtet, wurde das versprochene Auslieferungsdatum bei mehreren Kunden um einige Monate nach hinten verschoben. Dies könnte daraufhin deuten, dass auch Jaguar – ähnlich wie Tesla beim Model 3 – beim Produktionsstart mit Problemen zu kämpfen hat.


Bild: Jaguar

Die Basisvariante scheint von den Verzögerungen betroffen zu sein

Allerdings baut der Konzern das Fahrzeug gar nicht selber, sondern hat damit das österreichische Unternehmen Magna Steyr beauftragt. Bisher wurden verschiedene Gründe für die Verzögerungen benannt. Während die lokalen Jaguar-Händler von einem Problem in der Produktion sprachen, wollte die Konzernführung dies nicht bestätigen. Stattdessen räumte die Pressestelle zwar einzelne Terminverschiebungen ein, begründete dies aber mit einer „Priorisierung“, um die Nachfrage optimal bedienen zu können. Näher ausgeführt wurde diese etwas allgemeine Aussage nicht. Bisher allerdings sind Verzögerungen nur bei Bestellungen der Basisversion bekannt. Wer sich für die deutlich teurere sogenannte First Edition entschieden hat, scheint hingegen nicht betroffen zu sein. Anscheinend will Jaguar also zunächst die höherpreisigen Modelle ausliefern.

Die Nachfrage übersteigt die Erwartungen

Zusammenhängen könnte dies mit Lieferproblemen bei den LED-Scheinwerfern. Branchenexperten vermuten, dass diese aktuell nur in einer gewissen Menge zur Verfügung stehen – und daher die Bestellungen priorisiert werden mussten. Für die betroffenen Kunden ist dies sehr ärgerlich. Sie hatten den Wagen teilweise schon bestellt, obwohl noch gar nicht alle Details bekannt waren, weil ihnen dann eine Lieferung noch in diesem Jahr versprochen wurde. Aus Sicht des Konzerns kann man die Sache allerdings auch durchaus positiv sehen: Die Problematik zeigt zumindest, dass die Nachfrage nach dem Jaguar I-PACE extrem hoch ist. Konkrete Zahlen hat das Unternehmen bisher aber noch nicht veröffentlicht. Man will sich nun darauf konzentrieren, die bereits getätigten Bestellungen schnellstmöglich abzuarbeiten.


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