Das in München entwickelte Elektroauto Sions, das einen Teil seines Stroms aus Solarzellen auf der Karosserie bezieht – wir berichteten – bekommt Konkurrenz. Vom kommenden Jahr an wird im niederländischen Helmond „Lightyear One“ gebaut, ein Elektroauto der Luxusklasse, das mit fünf Quadratmetern Solarzellen ausgestattet ist. Es wird an sonnigen Tagen eine Reichweite von 800 Kilometern erreichen, verspricht Lex Hoefsloot, CEO des Unternehmens, das praktischerweise Lightyear heißt. Mit von der Partie ist das renommierte Schweizer Ingenieurbüro EDAG.


Bild: Innovation Origins

Das Fahrzeug ist „unglaublich effizient“

Gerade haben die Niederländer die möglicherweise entscheidende Finanzierung erhalten, um das Fahrzeug zur Serienreife zu bringen. Sie bekommen über den Europäischen Innovationsrat (European Innovation Council, EIC) 2,5 Millionen Euro aus dem Programm „Horizon 2020“ der Europäischen Kommission.


„Um unser Ziel zu erreichen muss das Fahrzeug unglaublich effizient sein“, sagt Hoefsloot. Seine Ingenieure haben sich vor allem auf eine gute Aerodynamik konzentriert. Um den Luftwiderstand zu reduzieren verzichteten sie auf Rückspiegel. Stattdessen setzen sie Kameras ein, die den Fahrer via Display darüber informieren, was sich hinter ihm abspielt. Das Entwicklerteam optimierte zudem das Antriebssystem und reduzierten das Gewicht des Chassis.

Nur alle 50.000 Kilometer in die Werkstatt

Lightyear wird von vier Motoren angetrieben, die in den Radnaben sitzen. Ein Batterieblock versorgt sie mit Strom. Die Akkus werden zudem ständig von den Solarzellen nachgeladen. Aus diesem Grund muss es nur selten an einer Ladesäule Pause machen. Ein Autobesitzer, der pro Jahr 20.000 Kilometer fährt, muss im sonnigen Lissabon jährlich nur 15 Mal nachladen. In Amsterdam sind es 25 Stopps an Ladesäulen. Ein Tesla Model S benötige dagegen 54 Aufladungen, so Hoefsloot.

Das Fahrzeug ist mit Heizung und Klimaanlage ausgestattet. Letzter tritt in Aktion, wenn es im Innenraum zu warm wird, auch wenn der Wagen geparkt ist. Der sonst übliche Hitzeschock beim Einsteigen im Hochsommer entfällt damit.

Der Fünfsitzer hat mit 119.000 Euro plus länderspezifische Steuern einen stolzen Preis. Außer mit Umweltverträglichkeit kann das Fahrzeug mit den Inspektionsintervallen punkten. Alle 50.000 Kilometer muss das Fahrzeug überprüft werden. Das kann in jeder Autowerkstatt geschehen.

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