Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) hat die neusten Zahlen zu der E-Auto-Förderung, die seit Mitte 2016 besteht, veröffentlicht. Bis Ende Dezember wurden insgesamt 9023 Anträge für den deutschen Umweltbonus gestellt. Dabei handelt es sich bei 5129 Anträgen um diejenigen für reine Elektro-PKW, die mit 4000 Euro subventioniert werden. Für teilelektrische Plug-in-Hybride gab es 3892 Einreichungen von Autokäufern. Diese werden immerhin mit 3000 Euro gefördert. Elektroautos mit Brennstoffzelle werden ebenfalls mit 4000 Euro bezuschusst. Hier trudelten bisher zwei Anträge ein.


Reine Elektroautos im Dezember 2016 mit 15 Prozent Plus

Die Elektroautoverkäufe gehen nach wie vor eher schleppend voran. Die Gründe sind bekannt und die Anreize zum Wechsel zu den reinen Stromern sind noch zu gering. In den nächsten fünf Jahren soll sich das jedoch rapide ändern. Die Batterien werden deutlich günstiger, zudem wird die Ladeinfrastruktur mit dem Hauptaugenmerk auf Schnellladesysteme kontinuierlich ausgebaut.


Liste nach Bauart

  • Reine Batterieelektrofahrzeuge: 5129
  • Plug-in-Hybride: 3892
  • Brennstoffzellenfahrzeuge: 2
  • Gesamt: 9023

Im Dezember 2016 wurden 1653 Förderanträge gestellt. Das entspricht einem Plus von vier Prozent im Verhältnis zum Vormonat. Darunter waren 956 Anträge für reine Elektroautos (15 Prozent Plus) und 697 für Plug-in-Hybride ( 8 Prozent Plus). Die Liste der beliebtesten Stromer führte im Dezember der BMW i3 an. In Zahlen sind das 286 Anträge. Danach kommt der ZOE von Renault mit 268 Anträgen. Auch Tesla-Fahrer befinden sich unter den Antragsstellern. So wurden 57 Elektroauto-Prämien-Anträge für das Premium-Elektroauto Model S gestellt. Dieses ist erst seit kurzem förderwürdig. Zunächst sollten E-Autos in dieser Preiskategorie von der Förderung ausgeschlossen werden. Nach Kritik aus der Branche ruderte die Politik jedoch zurück.

Bayern führt in der Förderliste

Die aktuelle Statistik ist ziemlich aufschlussreich. So wird recht schön aufgelistet, welche Stromer die Top-10 anführen und in welchen Ländern die meisten Anträge gestellt wurden. Bisher liegt Bayern mit 2232 Anträgen vorn. Ebenfalls interessant ist, dass auch der Anteil der Fördergesuche von Unternehmen stets steigt und diese mittlerweile gleichauf sind mit den privaten Käufern.

16 Millionen Euro von 600 Millionen Euro bereits angefragt

Wer Angst hat, in diesem Jahr nichts mehr von der Fördersumme von insgesamt 600 Millionen Euro abzubekommen, der kann zunächst aufatmen. Bisher wurden gerade einmal 2,7 Prozent der Gesamtsumme entnommen. Rein rechnerisch dürfte die Fördermenge also noch die nächsten 16 Jahre reichen. Allerdings läuft der Umweltbonus für Elektroautos nach dem aktuellen Stand 2019 aus. Bisher entfielen 64 Prozent der beantragten Förderungen auf reine Elektroautos. Dieser positive Trend ist durchaus begrüßenswert und dürfte in Zukunft auch weiter anhalten. Die Autobauer sind jedenfalls bemüht bezahlbare und auch im Alltag fahrbare Lösungen bereit zu stellen.

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