Theoretisch können Elektroautos durch die Gegend fahren, ohne überhaupt Emissionen zu verursachen. Voraussetzung ist allerdings, dass die notwendige Stromproduktion ausschließlich durch Erneuerbare Energien erfolgt. Selbst dann allerdings bleibt noch ein weiteres Problem bestehen: Schon bei der Produktion der Elektroautos entstehen erhebliche Emissionen. Der japanische Autobauer Nissan hat sich allerdings langfristig das Ziel gesetzt, Autos zu entwickeln, die bei Produktion und Betrieb keinerlei Emissionen verursachen. Um dieses Ziel zu erreichen, investiert das Unternehmen in Windkraft- und Solaranlagen. So bekam die Nissan-Fabrik im britischen Sunderland, in der das Elektroauto Leaf gebaut wird, nun einen Solarpark mit insgesamt 19.000 Solarpanels. Diese sollen für eine umweltschonende Form der Stromproduktion sorgen.


Source: Nissan
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Die Erneuerbaren Energien decken rund sieben Prozent des Energiebedarfs

Die Panels wurden dabei nicht einfach auf das Dach der Fabrik geschraubt, sondern befinden sich inmitten der zur Fabrik gehörenden Teststrecke. Dort sollen sie immerhin 4,75 MW Strom erzeugen. Gemeinsam mit zehn Windrädern, die ebenfalls auf der Anlage installiert wurden, kommt die Fabrik so inzwischen auf 11,35MW aus Erneuerbaren Energien. Dies entspricht in etwa sieben Prozent des gesamten Energiebedarfs – und würde aussreichen um immerhin 31.374 Fahrzeuge zu produzieren. Zum Vergleich: Der Nissan Leaf wurde im vergangenen Jahr in Europa rund 50.000 mal produziert. Zumindest was die Elektrofahrzeuge angeht, ist Nissan vom Ziel der emissionsfreien Produktion also gar nicht mehr so weit entfernt.

Pilotprojekt nutzt die Elektroautos, um Stromschwankungen auszugleichen

Die neuen Solarpanele wurden dabei anlässlich des vierzigjährigen Jubiläums der Nissan-Produktion in Großbritannien errichtet. Zukünftig möchte der Konzern aber auch abseits solcher Anlässe weiter in den Ausbau der Erneuerbaren Energien investieren, um langfristig eine emissionsfreie Produktion zu erreichen. Nissan hat in Großbritannien zudem ein interessantes Pilotprojekt gestartet. Dort können Besitzer des Leaf ihren Wagen zu Zeiten, in denen wenig Strom nachgefragt wird, günstiger laden – und die Elektrizität gegebenenfalls bei Zeiten starker Nachfrage auch wieder ins Netz einspeisen. Im Idealfall würde die Flotte an Elektroautos so helfen, Schwankungen in der Stromproduktion auszugleichen.


Via: Nissan

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