Europa hat in Sachen Batteriezellen gegenüber asiatischen Anbietern das Nachsehen. Das sieht auch die Bundesregierung so. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel möchte daher die Entwicklung von Batteriezellen in Europa forcieren und so die Lücke schließen.


Batteriezellen aus Europa

Bei der Fortentwicklung in Sachen Elektromobilität stockt es in Deutschland. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) glaubt aber dennoch weiter an eine europäische Führungsposition in diesem Bereich. In Sachen Batteriezellen-Entwicklung jedoch habe Europa gegenüber der asiatischen Konkurrenz an Kompetenz verloren, so die Kanzlerin am gestrigen Mittwoch bei einer Veranstaltung zum 70-jährigen Geburtstag der Fraunhofer-Gesellschaft. Merkel rief dazu auf, die Entwicklung von Batteriezellen zu einem europäischen Interesse zu erheben.


Konkret schwebt Merkel die groß angelegte Produktion von Batteriezellen in einer „Forschungsfabrik“ vor. Diese Fabrik wird derzeit bereits ausgeschrieben. Merkel möchte dafür Mittel in Höhe von 500 Millionen Euro aufwenden, um die Lücke zu den asiatischen Anbietern zu schließen.

Dabei darf sich jedes Bundesland für den Standort der Fabrik bewerben, so NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos). NRW habe sich mit der Stadt Münster beworben.

Deutschland und Frankreich ziehen an einem Strang

Die Pläne für eine innereuropäische Fertigung von Batteriezellen sind nicht neu. Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatten Deutschland und Frankreich den gemeinsamen Aufbau einer entsprechenden Produktion angekündigt. Im März warb die Kanzlerin bei den Partnern für den Aufbau einer Produktion von Batteriezellen für E-Autos.

Angela Merkel vertritt die Ansicht, dass die deutsche Autoindustrie wesentlich zu spät auf Elektroautos gesetzt habe. Man hätte die Entwicklungen früher erkennen und entsprechend reagieren müssen.

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