Elektromobilität gilt als Zukunft der Mobilität. Aber eine Zukunft, die schleppend anläuft. Die Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft Ettenheim wollten diesbezüglich aktiv werden und haben gemeinsam mit dem Energieversorger Badenova ein Konzept für Elektromobilität erstellt, das ab Anfang 2019 umgesetzt werden soll.


Symbolbild

Kommunen wollen Elektromobilität fördern

Die Verwaltungsgemeinschaft Ettenheim umfasst die Kommunen Ettenheim, Mahlberg, Rust, Ringsheim und Kappel-Grafenhausen in Baden-Württemberg. Am vergangenen Freitag stellten die Bürgermeister der Kommunen gemeinsam mit Vertretern der Badenova das interkommunale Konzept zur Elektromobilität vor. Die ersten Vorschläge aus dem Konzept sollen bereits Anfang 2019 umgesetzt werden.

Mathias Nikolai, der Technikvorstand des Freiburger Unternehmens Badenova, sprach am Freitag von einem „zukunftsweisenden Projekt auf interkommunaler Ebene. Das Konzept soll die Elektromobilität in den beteiligten Kommunen ein gutes Stück vorantreiben und die Bürgerinnen und Bürger für die Maßnahmen gewinnen. Unter anderem soll die verstärkte Konzentration auf Elektromobilität für weniger durch Verkehr verursachten Lärm und Dreck in den Kommunen sorgen. Die Einwohner sollen durch das Konzept beim Umstieg auf strombetriebene Fahrzeuge unterstützt werden. Die Kosten sollen knapp 100.000 Euro betragen, von denen 19300 gemeinsam von den fünf Kommunen getragen werden sollen – gestaffelt nach ihrer Größe. Die verbleibenden 80 Prozent trägt der Bund.


Neun Maßnahmen sollen Bürger zur E-Mobilität bringen

Die Kommunen haben in Workshops und Gesprächen insgesamt neun Maßnahmen erarbeitet, die vor allem die Bürger sensibilisieren und ihnen die Scheu vor dem Thema Elektromobilität nehmen sollen:

  • Aufbau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur
  • Förderung von Wallboxen
  • Informationsangebote zur Elektromobilität
  • Ausweitung des Pedelec-Verleihs
  • Einführung einer „netten Steckdose“
  • E-Mobilität in Neubau-und Sanierungsgebieten
  • Umrüstung des Fuhrparks
  • E-Mobilitätsprojekte an Schulen
  • Aufbau eines E-Carsharing-Angebots

Interessant ist dabei unter anderem die „netten Steckdose“. Nach dem Vorbild der „netten Toilette“ sollen Betriebe Touristen ermöglichen, ihre E-Bikes kostenlos aufzuladen. Eine entsprechende Liste soll in Form eines Flyers veröffentlicht werden. Außerdem möchten die Kommunen eine öffentliche Ladeinfrastruktur mit einer 22kW-Ladesäule in jeder Kommune einrichten. Die Stationen sollen dabei an zentralen Orten aufgebaut werden, sodass sie auch tatsächlich genutzt werden. Die Pläne zur Ladeinfrastruktur werden dadurch gestützt, dass die Kommunen die Anschaffung von Wallboxen zum Laden von Elektroautos zur Hälfte und bis maximal 500 Euro subventionieren wollen. Dieses Angebot soll sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen gelten.

Bevor die Umsetzung der Maßnahmen Anfang 2019 beginnt, werden die Pläne im Rahmen der Haushaltsberatung besprochen. Dabei haben die Gemeinderäte das letzte Wort. Nach der initialen Umsetzung soll das Konzept alle zwei Jahre fortgeschrieben und es sollen neue Maßnahmen entwickelt werden.

via Badenova

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