Die Elektromobilität ist auf dem Vormarsch. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2018 hat sich die Summe der Neuzulassungen in China, in den USA und auf den wichtigsten europäischen Märkten auf insgesamt 1,7 Millionen Dollar summiert, was einem Wachstum von 48,2 Prozent entspricht. Im Vorjahr lag das Wachstum bei 36,1 Prozent. Dabei sind vollelektronische Fahrzeuge besonders gefragt. Sie legten im Vergleich zum Vorjahr um 77 Prozent zu.


USA: Elektroautos auf dem Vormarsch

Die Zahlen stammen aus dem aktuellen „E-Mobility Sales Review, der einmal pro Quartal von PwC Autofacts herausgegeben wird. Insbesondere in den USA ist der Vormarsch der vollelektrischen Fahrzeuge deutlich zu bemerken. Das liegt unter anderem an der besseren Verfügbarkeit, die entscheidend dazu beitragen konnte, dass die Anzahl der Neuzulassungen in den ersten drei Quartalen um 93,9 Prozent zulegte – im Vorjahr lag die Wachstumsrate bei 20,5 Prozent. Mit diesen Zahlen liegt der US-amerikanische Markt sogar vor dem chinesischen, der es immerhin auf ein Wachstum von 81,6 Prozent brachte.


Deutschland dagegen hat Nachholbedarf. Bisher liegt das Wachstum bei vollelektrischen Fahrzeugen hierzulande bei 55 Prozent, was unter anderem an der mangelnden Verfügbarkeit der Fahrzeuge liegt.

Deutscher Markt: Verfügbarkeit bremst das Wachstum aus

Es gelingt den Herstellern hierzulande noch nicht, die hohe Nachfrage nach Elektro-Fahrzeugen schnell genug zu bedienen„, erklärt Christoph Stürmer, Global Lead Analyst von PwC Autofacts, die Situation auf dem deutschen Markt. Im Klartext heißt das: Das Potential für mehr Wachstum ist allemal gegeben, allerdings übersteigt die Nachfrage das Angebot, was das Wachstum deutlich ausbremst.

Für den Jahreswechsel erwartet PwC Autofacts allerdings eine deutliche Wendung. Die Verfügbarkeit der Fahrzeuge soll zunehmen, was sich relativ direkt in mehr Wachstum niederschlagen wird. Die steigende Verfügbarkeit liegt vor allem daran, dass die Elektro-Autos der zweiten Generation auf den Markt kommen, die die heimischen Hersteller bereits länger ankündigen. Dank der Verbundenheit zu heimischen Marken und deren gut ausgebauten Vertriebsstrukturen dürfte dies für einen kräftigen Wachstumsschub sorgen.

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Zuletzt aktualisiert am 19.08.2019

Welche Rolle die Politik bei der Nachfrage spielt

Die Nachfrage nach vollelektrischen Fahrzeugen hängt allerdings auch maßgeblich von der Politik ab. Und auch hier hat inzwischen offenbar ein Umdenken stattgefunden. Ab Anfang 2019 sollen Steuervorteile bei Elektro-Dienstwagen greifen, und Kommunen und Stadtwerke investieren stärker in die nötige Ladeinfrastruktur. „ Steuervorteile und ein dichteres Netz an öffentlichen Ladestationen sind für viele Interessenten wichtige Argumente. Ebenso haben Energieversorger zunehmend das private elektrische Laden als Absatzpotential und Kundenbindungsinstrument entdeckt und arbeiten intensiv an innovativen Konzepten„, so Stürmer. Wie wichtig das Engagement der Politik sowie Subventionen sind, sieht man unter anderem am Beispiel der USA. Nachdem Förderungen für Hybridfahrzeuge dort gestrichen wurden, konnte ein deutlicher Rückgang der Neuzulassungen beobachtet werden.

Chinesische Elektroautos in gewerblichen Flotten

Hohe Lieferfähigkeit besteht – auch hierzulande – momentan vor allem seitens chinesischer Hersteller. China ist momentan klar der größte Markt für Elektrofahrzeuge, was sich aber noch nicht deutlich auf den hiesigen Markt durchschlägt. Das liegt laut Stürmer vor allem daran, dass die Modelle chinesischer Hersteller die Erwartungen privater Käufer in Industrieländern noch nicht erfüllen können. Das führe dazu, dass chinesische Modelle sich im privaten Bereich in Europa nicht ausreichend durchsetzen können.

Wo die chinesischen Hersteller allerdings punkten können, ist im Bereich gewerblicher Flotten. Dort sind die Ansprüche oft nicht so hoch, sodass chinesische Elektrofahrzeughersteller mir ihren besseren Verfügbarkeiten gegenüber deutschen Herstellern einen Fuß in die Tür bekommen können.

via PwC

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