Zahlreiche Autohersteller haben den massiven Ausbau ihres Angebots an Elektroautos angekündigt. Dahinter steckt allerdings auch politischer Druck. Denn ab dem Jahr 2030 gelten strengere Emissionsregelungen für Neuwagen innerhalb der Europäischen Union. Allerdings nicht für jedes einzelne Auto, sondern für die gesamte Flotte eines Herstellers. Die während der Fahrt keine CO2-Emissionen verursachenden Elektroautos können somit dazu beitragen, dass auch weiterhin schwere SUVs mit Verbrennungsmotor verkauft werden dürfen. Dies sorgt teilweise aber auch für Kritik. Denn wirklich emissionsfrei ist die Fahrt mit dem Elektroauto nur, wenn die Batterie mit Ökostrom aufgeladen wurde. Genau an diesem Punkt setzt nun VW an: Der Autobauer hat die Tochterfirma Elli gegründet, um zukünftig sauberen Ökostrom zu vermarkten.


Bild: Volkswagen AG

Auch Privathaushalte sollen mit Ökostrom beliefert werden

Der komplette Launch des Angebots ist für das Jahr 2020 geplant. Dies macht auch durchaus Sinn. Denn dann wird auch das erste reine Elektroauto des Konzerns auf den Markt kommen. Kunden könnten dann über den Verkauf des Autos hinaus weiterhin an Volkswagen gebunden werden. Theoretisch wären sogar Modell wie beim Kauf eines Smartphones denkbar. Kunden könnten also mit einem niedrigeren Kaufpreis für das Auto belohnt werden, wenn sie zeitgleich noch einen langfristigen Vertrag zur Stromabnahme unterschreiben. Ob es solche Kombi-Angebote aber tatsächlich geben wird, ist bisher noch unklar. Sicher ist aber: Elli soll keineswegs nur die E-Autokäufer von VW beliefern. Vielmehr werden die Ladestationen allen Besitzern von Elektroautos offen stehen. Außerdem sollen auch Privathaushalte mit Ökostrom beliefert werden.

80.000 Ladestationen in ganz Europa sind das Ziel

Um dafür ausreichend Kapazitäten zur Verfügung zu haben, wird der Konzern den Ökostrom von Wasserkraftwerken in Deutschland, Österreich und der Schweiz beziehen. Gleichzeitig soll die Zahl der zur Verfügung stehenden Ladestationen massiv ausgebaut werden. Zunächst stehen dabei vor allem Parkplätze mit Bezug zum VW-Konzern im Fokus. So sollen die Stellflächen für Mitarbeiter verstärkt mit Ladepunkten versehen werden. Selbiges gilt für die VW-Autohäuser. Gleichzeitig verhandelt der Konzern aber auch schon mit Supermarktketten und Parkhausbetreibern über die Installation entsprechender Anlagen. Europaweit sollen auf diese Weise 80.000 Ladestationen entstehen, an denen emissionsfreier Ökostrom getankt werden kann. Bezahlt werden kann dann jeweils digital mithilfe einer Ladekarte. Diese kann auch genutzt werden, um sich etwa eine private Ladestation mit seinen Nachbarn zu teilen.


Via: Renewables Now

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