Letzten Donnerstag explodierte eine Falcon-9-Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX einen Tag vor dem geplanten Abflug. Für die beteiligten Unternehmen war das äußerst unangenehm. Denn zum einen wurde bei der Explosion die Startrampe von SpaceX in Mitleidenschaft gezogen. Zum anderen befand sich bereits ein Satellit der Firma Spacecom an Bord, der ebenfalls zerstört wurde. Der Unfall wirft aber auch weitere Fragen auf. Denn zukünftig soll SpaceX bemannte Raumflüge unternehmen und beispielsweise Astronauten zur Internationalen Raumstation bringen. SpaceX-Chef Elon Musk bemühte sich daher auf Twitter schnell klarzustellen: Selbst wenn während der Explosion Astronauten an Bord gewesen wären, hätten diese den Unfall weitgehend unbeschadet überstanden.


Bei einer Explosion bringen unabhängige Triebwerke die Astronauten in Sicherheit

Denn der Raumtransporter Dragon V2 besitzt eigene Triebwerke. Diese können die Kapsel zwar nicht bis ins Weltall transportieren, bringen die Astronauten im Falle einer Explosion an der Rakete allerdings rechtzeitig in Sicherheit. Innerhalb von fünf Sekunden kann die bemannte Raumkapsel so eine Distanz von rund fünfhundert Meter zwischen sich und die brennende Rakete bringen. Auf einem Video des Testunfalls von vergangener Woche ist zu sehen, dass die Transportkapsel nach rund neun Sekunden in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Rettungstechnologie wurde dabei im Mai bereits erfolgreich getestet, kommt aber nur bei bemannten Flügen zum Einsatz. Reine Transportflüge müssen ohne diesen Schutz auskommen.


SpaceX hat dennoch alle geplanten Starts abgesagt

Auf Twitter wurde Unternehmenschef Elon Musk nun explizit gefragt, ob die Rettungstechnologie auch bei einem Zwischenfall wie in der vergangenen Woche funktioniert hätte. Seine eindeutige Antwort: „Yes. Dragon would have been fine“. Die Experten des Unternehmens rätseln allerdings noch darüber, warum es überhaupt zu der Explosion gekommen ist. Bis diese Frage geklärt ist, wurden alle geplanten Transportflüge von SpaceX erst einmal abgesagt – was für einige Projekte erhebliche Verzögerungen mit sich bringt. So sollten noch in diesem Jahr 70 Iridium-Next-Satelliten ins All gebracht werden, um den Flugverkehr über den Ozeanen lückenlos überwachen zu können. Doch nun müssen die Satelliten vorerst am Boden bleiben.

Via: CNN

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