Elon Musk hat rund 100 Millionen Dollar seines eigenen Geldes in die Tunnelbaufirma „The Boring Company“ investiert. Dies bestätigte ein Vertreter des Unternehmens gegenüber dem Branchendienst Electrek. Es handelt sich um das erste größere Investment in die Firma, die Musk einst gründete, weil er in Los Angels zu oft im Stau stand. Das Ziel: Ein System von unterirdischen Tunneln, um den Verkehr auf mehrere Ebenen zu verlagern. Außerdem könnte die Technik auch genutzt werden, um Röhren für den Hyperloop zu graben. Zuletzt allerdings war etwas unklar, wie ernst die ganze Sache gemeint ist. Denn Schlagzeilen machte die Firma vor allem mit dem Verkauf von Baseball-Kappen und Flammenwerfern. Durch das nicht unbeträchtliche Investment scheint Musk diese Zweifel nun zerstreuen zu wollen.


Bild: Elon Musk

Projekte in Los Angeles und Chicago sollen umgesetzt werden

Wie aus Unterlagen hervorgeht, die bei der US-Finanzaufsicht eingereicht wurden, konnte „The Boring Company“ exakt 112.520.000 Dollar an Kapital aufnehmen. Eigenen Angaben zufolge waren daran aber keine Investmentfirmen oder andere externe Investoren beteiligt. Vielmehr stammt 90 Prozent der Summe von Musk, während der Rest von einigen Mitarbeitern beigesteuert wurde. Das Geld benötigt das Unternehmen, um die bereits in Angriff genommenen Projekte zu realisieren. So entstehen in Los Angeles aktuell die ersten Tunnel, während in Chicago eine abgespeckte Version des Hyperloop geplant ist. Bei einer Anhörung dort erklärten Vertreter des Unternehmens, dass sie nicht auf öffentliche Gelder zurückgreifen wollen. Stattdessen soll das Projekt in Eigenregie finanziert werden.

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Zuletzt aktualisiert am 24.09.2018

Details über die Firmengröße gibt es bisher nicht

Erst vor wenigen Wochen hatte Musk zudem eine weitere Idee vorgestellt, um Geld mit den Tunnelarbeiten zu verdienen. So sollen aus dem anfallenden Abraum Bausteine produziert werden, die sich wie große Legosteine zusammensetzen lassen. Daraus können dann kunstvolle Figuren entstehen, aber auch ganze Häuser. Bisher wurde mit dem Verkauf aber noch nicht begonnen. Mit näheren Details zur Firmenstruktur hält sich Musk in Sachen „The Boring Company“ bisher  noch zurück. So ist nicht klar, wie groß die Firma bereits ist und wie viel Geld für die Umsetzung der ambitionierten Pläne insgesamt benötigt wird. Musk selbst hat zudem aktuell an anderer Stelle zu tun: Er hat persönlich die Aufsicht über die stockende Produktion des Tesla Model 3 übernommen.


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1 Kommentar

  1. Tobias Claren

    18. September 2018 at 01:37

    Flammenwerfer fallen unter verbotene Kriegswaffen.
    Die Mythbusters hatten mal unter strengen Auflagen einen gebaut, und mussten ihn nach dem Dreh vernichten.

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