Der Hyperloop hat sein gewaltiges Potential bisher noch nicht in der Realität unter Beweis gestellt. Alle bisher durchgeführten Tests fanden entweder mit kleineren Modellen statt oder mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit. Dennoch beteuert Elon Musk, so etwas wie der Kopf hinter den ambitionierten Plänen, dass alle technischen Probleme vergleichsweise einfach zu lösen seien. Ein Problem bleibt aber auch dann noch: Die Bürokratie. Denn große Infrastrukturprojekte müssen auch in den USA zunächst genehmigt werden – was durchaus länger dauern kann. Vor diesem Hintergrund hat Musk nun eine kleine Sensation auf Twitter verkündet: Er habe die mündliche Zusage der US-Regierung eine Hyperloop-Strecke zwischen New York und Washington zu errichten.


Hyperloop Zug - Neues Transportmittel der Zukunft mit 1000 Kilometer die Stunde
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Die zuständigen Behörden reagierten mit eindeutigen Dementis

Zwischenhalte sind in Philadelphia und Baltimore geplant. Insgesamt soll die Fahrt von Stadtzentrum zu Stadtzentrum lediglich 29 Minuten dauern. Einen Haken hat die Sache aber noch: Bisher ist unklar, wer überhaupt die Genehmigung erteilt haben soll. Musk sprach lediglich von „government“ – also: Regierung. Dort aber weiß man von einer solchen Zusage weder auf Ebene der Bundesstaaten noch bei der Zentralregierung etwas. Die britische Zeitung „The Guardian“ versuchte beispielsweise mehrere zuständige Behörden zu kontaktieren und erhielt ausschließlich klare Dementis. Das Weiße Haus immerhin bestätigte Gespräche mit Musk – wusste aber auch nichts von einer mündlichen Genehmigung. Musk selbst wiederum verzichtete bisher darauf, die Unklarheiten zu beseitigen.

Die Röhre soll von Musks Tunnelbaufirma errichtet werden

Der Unternehmer hatte die Pläne für den Hyperloop ohnehin ursprünglich als Open Source Projekt konzipiert. Er wollte die Entwicklung zwar befördern, gebaut werden sollten die Strecken aber von anderen Firmen. Tatsächlich haben sich inzwischen einige entsprechende Startups gegründet. Und auch Musk ist wieder im Geschäft: Er gründete die Tunnelbaufirma „The Boring Company“. Diese soll zum einen Los Angeles mit einem Netz von unterirdischen Tunneln versehen, um durch dieses Röhrensystem Autos zu schicken und so das Verkehrsproblem der Stadt zu lösen. Zum anderen kann die Kompetenz im Tunnelbau aber auch genutzt werden, um die Röhren für den Hyperloop zu buddeln. Dafür muss allerdings erst eine schriftliche Genehmigung vorliegen – und diese dürfte noch auf sich warten lassen.


Via: Electrek

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