Japan hat sich entschieden, und zwar für Energie aus Wasserstoff. Die Basic Hydrogen Strategy der Regierung sieht dabei eine enge Zusammenarbeit mit der heimatlichen Wirtschaft vor, mit an Bord befinden sich Global Player wie Panasonic, Toyota, Kawasaki Heavy Industries (KHI) und JX Nippon Oil & Energy vor. Zu den Paralympischen Spielen 2020 soll bereits das erste Etappenziel erreicht sein.


Von MASA – photographer: MASA, CC BY-SA 3.0, Link

2030 sollen 800.000 Wasserstoffautos am Verkehr teilnehmen

Die Paralympischen Spiele finden 2020 in Tokio statt, zu diesem Anlass möchte Japan eine Olympische Fahrzeugflotte präsentieren, die ausschließlich mit Wasserstoff betrieben wird. Auf den Straßen werden sich nach Willen der Regierung zu diesem Zeitpunkt 40.000 mit Brennstoffzellen ausgestattete Fahrzeuge bewegen, bekannte Vertreter sind der Toyota Mirai und der Honda Clarity. Zehn Jahre später möchte die japanische Regierung bereits 800.000 Wagen dieser Art in Aktion sehen, das entsprechende Tankstellennetz wird fieberhaft ausgebaut. Bis 2020 soll es insgesamt 160 Wasserstofftankstellen im Land geben – zum Vergleich: Deutschland besitzt aktuell ungefähr 60 und liegt damit weltweit auf dem zweiten Platz hinter Japan.

Jeder Käufer eines Toyota Mirai erhält etwa 20.000 Euro

Zur Umstellung auf den Energieträger Wasserstoff stellt Japan jedes Jahr umgerechnet ungefähr 300 Millionen Euro zur Verfügung. Davon werden unter anderem auch Kaufprämien finanziert, beispielsweise etwas mehr als 20.000 für jeden, der sich einen Toyota Mirai anschafft. Bis 2040 soll die japanische Wirtschaft schlussendlich den Wasserstoff als alleinige Energiequelle nutzen. 2050 wird dann nach Willen der Regierung das Jahr sein, in dem nur noch 20 % der jetzigen Treibhausgas-Emissionen anfallen.


Die japanischen Atomkraftwerke sind seit der Fukushima-Katastrophe abgeschaltet, darum kauft das Land aktuell eine horrende Menge fossiler Brennstoffe aus anderen Ländern ein. Das soll ein Ende haben, gleichzeitig sollen die Ziele des Klimaschutzabkommens von Paris erfüllt werden. So wie wir die Japaner kennen, wird es ihnen gelingen, die ambitionierten Ziele vielleicht sogar schon vorzeitig zu erreichen. Man darf wieder mal gespannt sein!

Quelle: golem.de

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2 Kommentare

  1. Vedder

    31. März 2019 at 12:20

    Wasserstoff ist eine Energiequelle, die die Abhängigkeit weiterhin untermauert, Geld kosten wird sowie Preissteigerungen ebenso mit sich bringt. PV (Energieplatten) auf und an Gebäuden ermöglichen Unabhängigkeit und kostenlose Stromerzeugung, alleine durch das Sonnenlicht, dass in Batterien gespeichert wird. Die Investitionen sind mit PV geringer und die Speicherung von Strom in Batterien gegenüber Wasserstoff hat eine viel bessere Sicherheit. Auch der Transport von Wasserstoff bringt große Gefahren mit sich.

  2. Vedder

    31. März 2019 at 12:35

    Mit Wasserstoff kann an den Börsen auf steigende und fallende Preise gewettet werden. MIT DER STROMERZEUGUNG AUS DEM SONNENLICHT DAS GRATIS VON DER SONNE IN UNBEGRENZTER MENGE JEDEN TAG GELIEFERT WIRD, IST DIESES SPIEL BEENDET.

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