Die Idee ist nicht ganz neu, aber immer wieder faszinierend: Atlanta gehört wahrscheinlich bald zu den amerikanischen Städten, die einen Park oberhalb eines großen Freeways besitzen. Das bringt nicht nur mehr Grünflächen für erholsame Spaziergänge, sondern trägt hoffentlich auch dazu bei, die Stadt zu kühlen.


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Ein Blick auf Buckhead in Atlanta, wie es in Zukunft aussehen wird / Foto: Roger Partners, Architekten und Planer

Kleiner Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel

Zwei brennende Probleme sollen mit dem sogenannten High Line-Style Garten gelöst werden: Der seit den 90ern durch die Georgia Interstate 400 getrennte Stadtteil Buckhead wächst auf optisch angenehme Weise wieder zusammen – und vielleicht gelingt auch eine Temperaturangleichung an das deutlich kühlere grüne Umfeld der Stadt. Hinzu kommt natürlich der Gedanke an den Klimawandel, der sich eventuell durch massive weltweite Begrünung ganz allmählich in den Griff bekommen lässt: Jeder einzelne Beitrag fällt dabei ins Gewicht. Indem nun nicht mehr Grünflächen mit Straßen überbaut werden, sondern Straßen eine Dachbegrünung erhalten, lassen sich mit etwas Glück zahlreiche negative Effekte der Urbanisierung wieder umkehren.

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Grüne Oase mitten in der Großstadt / Foto: Roger Partners, Architekten und Planer

Kostenpunkt: 150 Millionen Dollar

Seattle gilt als ein früher Vorreiter im Bereich der Freeway Cap Parks, die größte Stadt im Nordwesten der USA brüstet sich seit 1976 mit einem Park oberhalb des Freeways 5 – Wasserfälle übertönen hier weitgehend den Verkehrslärm. Phoenix hat den Freeway 10 im Jahr 1990 übertunnelt und den Margaret T. Hance Park darüber gesetzt. Der neue High Line-Style Park in Atlanta soll etwa 730 Meter lang werden, laut Planung besitzt er drei verschiedene Teilbereiche: Am Nordende entsteht ein Amphitheater ür Versammlungen und Aufführungen, in der Mitte eine Plaza mit Zugängen zu vielen verschiedenen Einzelhandelsgeschäften und im Süden schließt sich der eigentliche Garten als grüne Erholungsoase an. 150 Millionen Dollar soll das gesamte Projekt kosten, eine gigantische Summe, die erst einmal aufgebracht werden muss. Doch andere Städte haben es bereits zuvor in die Hand genommen: Warum nicht auch Atlanta?


Quelle: fastcodesign-com

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