Carsten Maschmeyer hat in der letzten Staffel der Höhle der Löwen von seiner Gartenpraktikantin erzählt. Diese kümmert sich um die Blumen und Pflanzen des Investors. Offensichtlich setzt der Investor also darauf, bestimmte Aufgaben zu delegieren. Selbiges gilt auch für die anderen Löwen. So hat Judith Williams etwa eine persönliche Assistentin. Wer allerdings keine eigenen Angestellten hat, muss unbeliebte Aufgaben selbst erledigen – etwa Behördengänge. Oder er nutzt den Service von Gründer Sebastian Simon. Dieser hat das Portal erledigungen.de aufgebaut und verspricht sämtliche Behördengänge, bei denen keine persönliche Anwesenheit erforderlich ist, zu übernehmen. Auch ganz normale Bürger können sich so lange Wartezeiten und komplizierte Anreisen ersparen.


Der junge Gründer bewertet sein Unternehmen mit zwei Millionen Euro. Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Ausgewählte Mitarbeiter arbeiten mit einer Vollmacht des Kunden

Gebucht werden kann der Service ganz einfach online. Dort kann dann auch der Umfang der Dienstleistung ausgewählt werden. Auf Wunsch helfen die Experten der Plattform nämlich auch bereits beim Ausfüllen der Formulare. In jedem Fall kommt eine vertrauenswürdige Person beim Auftraggeber vorbei, und holt die benötigten Unterlagen ab. Dazu gehört immer auch eine ausgefüllte Vollmacht. Denn nur so kann die Kommunikation mit den Behörden von den Mitarbeitern der Plattform übernommen werden. Um welche Behörde es sich handelt, spielt hingegen keine Rolle: Ob Zoll, Post oder Stadtamt – die Besuche können problemlos an erledigungen.de ausgelagert werden. Etwas Geld wird dafür allerdings schon fällig: Je nach Auftrag muss mit 50 bis 90 Euro gerechnet werden.

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Zuletzt aktualisiert am 18.06.2018

Die Unternehmensbewertung liegt bei stolzen zwei Millionen Euro

Außerdem muss der Kunde eine Wartezeit von fünf Werktagen einkalkulieren. Schneller geht es mit der Express-Option: Dann sollen die Aufträge bereits innerhalb von zwei Werktagen abgeschlossen sein. In „Die Höhle der Löwen“ sucht der Unternehmensgründer nun nach einem Investor und Partner. Für 200.000 Euro ist er bereit, zehn Prozent der Firmenanteile abzugeben. Daraus ergibt sich eine Unternehmensbewertung von stolzen zwei Millionen Euro. Die vergleichsweise hohe Summe dürfte von Seiten der Löwen zu der Nachfrage führen, wie sich die hohe Bewertung erklären lässt. Oder anders ausgedrückt: Der Gründer muss nachweisen können, dass sein Geschäftsmodell tatsächlich funktioniert.

Frank Thelen ist bei digitalen Produkten besonders kritisch

In der Vergangenheit waren vergleichbare Unternehmen in der Höhle der Löwen nicht erfolgreich. Sowohl der virtuelle Assistent SixtyOne Minutes als auch der Autokauf-Assistent Onkel Wolle konnten keinen der Löwen für sich begeistern und mussten ohne Investment auskommen. Grundsätzlich bringt selbstverständlich Frank Thelen die größte Expertise beim Aufbau einer Online-Plattform mit. Der Investor ist allerdings auch bekannt dafür, bei digitalen Produkten besonders kritisch zu sein. Carsten Maschmeyer wiederum kommt zwar ursprünglich nicht aus der digitalen Welt, besitzt inzwischen aber auch einige Investments in diesem Bereich – unter anderem die MySchleppApp. Vielleicht kann er sich daher auch für ein Investment in erledigungen.de begeistern.


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