Superfoods sind im Trend. Egal ob Chiasamen, Gojibeeren oder Pulver aus den Blättern des Moringa olifeira: Die Produkte enthalten einen besonders hohen Anteil an wertvollen Inhaltsstoffen. Fit und gesund sollen die Konsumenten solcher Produkte werden. Doch so gesund, wie es scheint, sind die meisten Superfoods nicht. Im Gegenteil: In einem Test der Zeitschrift Öko-Test ergab sich, das zwei Drittel der 22 getesteten Superfoot-Produkte stark mit Schadstoffen belastet waren.


Foto:  Chia Seeds, Health Gauge, Flickr, CC BY-SA 2.0
Foto: Chia Seeds, Health Gauge, Flickr, CC BY-SA 2.0

Verunreinigte Superfoods

Die Rede ist hier nicht von harmlosen Verunreinigungen. In einer Packung Bio-Chiosamen, die inzwischen nicht mehr im Handel sind, fanden die Tester unerlaubte Mengen von Pestizid-Rückständen. Ein Rohkakao war dagegen mit dem Insektenschutzmittel Diethyltoluamid verunreinigt.

Von 22 getesteten Produkten konnten die Tester letztlich gerade mal zwei empfehlen. Gute Noten enthielten die Bio-Gojibeeren von Morgenland und das Bio-Kokosöl von Dr Goerg Premium. Die Zeitschrift vermerkt aber auch, dass die reine Idee Unsinn sei, sich mit Produkten wie Chiasamen und Moringablättern “noch gesünder als gesund” zu ernähren.


Regional ausgewogene Ernährung ist zu bevorzugen

Chiasamen gelten beispielsweise als extrem gesund, weil sie 10 Mal mehr Omega–3-Fettsäuren als Lachs beinhalten. Allerdings kann man im Gegensatz zu dem schmackhaften Fisch nur wenige Gramm der Samen zu sich nehmen, da diese extrem aufquellen. Die Verbraucherzentrale rät bei exotischen Lebensmitteln generell zu regionalen Alternativen, da allergische Reaktionen beim Verzehr größerer Mengen nicht auszuschließen seien. So enthalten beispielsweise Leinsamen ebenfalls größere Mengen an Omega–3-Fettsäuren.

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