Kraftwerk in China
Kraftwerk in China / Foto: Chongkian CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Australische Energieexperten sprechen China die Rolle des globalen Spitzenreiters zu, wenn es um eine möglichst positive Gestaltung der Energiewende geht. Andere Länder sollten sich an China ein Beispiel nehmen, so die Experten.


In der Zeitschrift „Nature“ schreiben die Wissenschaftler John A. Mathews und Hao Tan, dass Deutschland in diesem Jahr von China als weltweit größten Produzenten von Ökostrom überholt wird. Von Januar bis Juni 2014 wurden hierzulande gut 31 Prozent der Energie durch Ökostrom-Kraftwerke gedeckt. Doch bereits in der zweiten Jahreshälfte wird China laut der Prognose der Wissenschaftler in diesem Punkt an Deutschland vorbeiziehen. Dies hängt vor allem mit dem deutlich stärkeren Wettbewerb sowie mit den günstigeren Preisen in China zusammen, was Wasserkraftwerke, Windkraftwerke und Solarkraftwerke betrifft, die maßgeblich zur Energiewende beitragen. Der weltweite Markt für diese Produkte soll zudem gestärkt werden, damit die Kosten zum Bau dieser Kraftwerke reduziert werden können.


China liefert beeindruckende Zahlen

Stellt Deutschland bis dato eine weltweite Vorbildrolle im Bereich der Energiewende dar, so fällt bereits auf den ersten Blick der neuesten Zahlen aus China auf, dass das asiatische Land, das auch zu den größten Klimasündern zählt, die Leistung in vielen Bereichen sehr stark steigern konnte. So konnte China seit 2009 die produzierte Energie aus Windkraftanlagen verfünffachen. Auch in puncto Photovoltaik sind Optimierungen erkennbar, die die Behauptungen der Wissenschaftler untermauern.

Chinesische Regierung steckt sich große Ziele

China möchte vor allem für eine sehr schnelle Energiewende sorgen und investiert auch von Staatsseite hohe Summen. Damit setzt China international ein Zeichen und bekennt sich der eigenen Umweltprobleme. In den kommenden drei Jahren möchte China insgesamt 550 Gigawatt Leistung aus Wind-, Wasser- und Solarkraftwerken produzieren. Betrachtet man die Verbesserungen der vergangenen Jahre, dann ist dieses Ziel realistisch zu erreichen.

Feste Einspeisevergütungen werden in China für den Aufschwung sorgen

Die Wissenschaftler John A. Mathews und Hao Tan sehen in China ein gutes Beispiel und heben zudem die attraktiven Fördermodelle heraus, die dafür sorgen, dass immer mehr Geld in Solaranlagen investiert wird. Die Fördermodelle beinhalten unter anderem eine festgelegte Einspeisevergütung. Somit sei der Weg für einen Boom zur Förderung von Grünstromanlagen geebnet. Des Weiteren reduzieren sich ebenso die Kosten für Solarmodule. Seit 2008 sind diese um knapp 80 Prozent gefallen. Dennoch wird China zu den globalen Klimasündern zählen, denn laut Prognosen von Experten steigt der Ausstoß von CO2 jährlich um 1.1 Prozent, wofür das asiatische Land mit seinen vielen Einwohnern maßgeblich verantwortlich ist, denn nach wie vor werden die unzähligen Kohlekraftwerke über Jahrzehnte betrieben.

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