Neue Mobilitätskonzepte werden fast weltweit dringend benötigt. Denn aktuell bringt der Verkehrssektor gleich drei große Probleme mit sich: Er verursacht erhebliche CO2-Emissionen, trägt zur Luftverschmutzung bei und verbraucht vor allem in Innenstädten begehrte Flächen. Abhilfe schaffen möchte unter anderem ein Startup aus Brandenburg. Denn die Firma eRockit Systems hat ein Elektro-Fahrzeug entwickelt, dass eine Mischung aus Pedelec und Motorrad darstellt. Angetrieben wird das eRockit ganz klassisch durch den Tritt in die Pedale. Anders als bei einem Elektrofahrrad besteht allerdings keine Verbindung zwischen den Pedalen und dem Hinterrad. Stattdessen fungieren sie als eine Art etwas ungewöhnliches Gaspedal: Der Bordcomputer erfasst die Trittleistung, multipliziert diese mit dem Faktor 50 und lässt den Elektromotor entsprechend schnell beschleunigen.


Der Akku reicht für rund 120 Kilometer

Auf diese Weise können Geschwindigkeiten von bis zu 80 Stundenkilometern erreicht werden. Gleichzeitig bleibt aber das vertraute Fahrgefühl eines Fahrrads erhalten. Dadurch soll das eRockit auch von Leuten gefahren werden können, die bisher keine besondere Affinität zu Motorrädern aufweisen. Allerdings muss auch für den Pedelec-Motorrad-Hybrid ein Führerschein der Klassen A, A1 oder A2 vorliegen. Der eingebaute Elektromotor wird über eine integrierte Batterie mit Strom versorgt. Diese kann innerhalb von vier Stunden aufgeladen werden und reicht dann für eine Fahrstrecke von rund 120 Kilometern. Der Stromverbrauch ist vergleichsweise gering. So soll den Berechnungen des Herstellers zufolge eine Fahrt über 100 Kilometer lediglich zwei Euro kosten. Für die ersten zehn Jahre muss zudem keine KFZ-Steuer gezahlt werden.


Der Vertrieb soll noch in diesem Jahr starten

Ein Schnäppchen ist das eRockit allerdings nicht. So kann auf der Webseite des Herstellers aktuell eine Limited Edition erworben werden. Diese 100 Fahrzeuge werden zum Stückpreis von 11.850 Euro verkauft. Ob die Serienversion etwas preiswerter sein wird, steht aktuell noch nicht fest. Zumindest ist das Startup selbst aber in Sachen Finanzen solide aufgestellt. Aktuell läuft eine Finanzierungsrunde, in der Investoren noch einmal 2,5 Millionen Euro zur Verfügung stellen werden. Dieses Geld soll dann genutzt werden, um den Vertrieb in mehreren europäischen Ländern aufzubauen. Neben dem deutschen Heimatmarkt stehen dabei vor allem südeuropäische Staaten wie Italien und Spanien im Fokus, wo sich motorisierte Zweiräder traditionell einer großen Beliebtheit erfreuen.

Via: eRockit

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