Durch den Wandel der Technologien und der Ansprüche, werden vermehrt mittelständische Unternehmen unter Druck gesetzt. Darunter tummeln sich allerdings auch junge, kreative und vor allem hoch flexible Startups, die zunächst gegen die „Großen“ bestehen müssen. Dabei befindet sich beispielsweise die Automobilbranche im Umbruch. Autonomes und auch elektrisches Fahren sind auf dem Vormarsch und ermöglichen die Entstehung neuer Fertigungszweige. Eine Chance für ideenreiche mittelständische Unternehmen also. Aber genau dieser Zweig ist hart umkämpft, was einen besonderen Existenz-Druck ausübt. Es ist daher mehr als nachvollziehbar, dass auf aktuell stark im Trend liegende Enterprise-Resource-Planning-Software (ERP) zurückgegriffen wird. Wir haben uns die Wünsche der ERP-Software-Nutzer und die Kriterien bei der Auswahl geeigneter ERP-Software einmal genauer angeschaut.


Bild: aaaf17-017, untitled exhibitions, Flickr, CC BY-SA 2.0

Diese Kriterien sollte das Unternehmen erfüllen

Der effiziente Einsatz von Material, Mitarbeitern und Kapital ist der Schlüssel für ökonomisch arbeitende Unternehmen. Die Planung der im Hintergrund laufenden Prozesse kann ab einer gewissen Größe nicht mehr von Einzelpersonen gestemmt werden. Hier nimmt ERP Software eine Schlüsselrolle ein. Immer mehr Unternehmen befassen sich daher mit dieser Thematik. Bevor jedoch der Griff zu ERP Software geschieht, sollten einige Kriterien erfüllt sein. Allen voran spielen Leitfragen wie: Wie können Konstruktion und Produktion besser verbunden werden? Wie kann die kundenindividuelle Fertigung effizient umgesetzt werden? Wie wird die volle Kostenkontrolle sichergestellt? oder Wie bewahre ich mein Unternehmen vor dem Big Data Burnout?, eine große Rolle. Diese gilt es unter anderem mit den Abteilungsleitern gemeinsam zu eruieren. Nutzer, die beispielsweise auf die beliebte ERP Software von abas zurückgreifen, schätzen die hohe Skalierbarkeit der Software, welche die Anpassungen an zukünftige Veränderungen und Erweiterungen nahtlos übergehend zulässt. Das hat den Vorteil, das System über mehrere Jahre nutzen zu können. Ein weiteres Kriterium sollte die Branchenerfahrung des Anbieters darstellen. Dabei ist es nützlich, sich entweder über das Knowh How und die Erfahrungen während eines Pitches des Anbieters oder direkt bei einem oder mehreren Kunden einzuholen.

Der neue Audi A8 macht einen wichtigen Schritt hin zum komplett autonomen Fahren. Foto: Audi AG

Folgekosten beachten!

Auch die Kosten müssen stets berücksichtigt werden. Viele vergessen dabei, dass es mit den Einstiegskosten für ERP-Software nicht getan ist. Zusammen mit den langfristigen Betriebskosten, kann der sogenannte Total Cost of Change (TCC) über die gesamte Investitionslaufzeit ermittelt werden. Um die Kosten im Überblick zu haben, sollte man sich genau mit den einzelnen Konditionen der ERP-Anbieter auseinandersetzen. Auch in diesem Bereich ist Transparenz trumpf und stärkt das Vertrauen. Also was erwerbe ich eigentlich genau mit der angebotenen Lizenz? Immer wieder wird auch eine modulare Preisgestaltung angeboten, die zunächst kostengünstiger zu sein scheint, weil der Nutzer nur das zahlt, was er in diesem Moment benötigt. Problematisch wird es allerdings dann, wenn sich in Zukunft Optimierungswünsche oder Änderungen ergeben, die vor allem in sehr volatilen Marktbereichen hochwahrscheinlich sind. Dann nämlich müssen neue Module, einschließlich der Wartungsgebühren hinzugekauft werden. Ein Extrembeispiel, das für ein großes Loch in der Unternehmenskasse sorgte, ging Anfang 2017 durch die Presse. So musste der britische Getränkehersteller Diageo 55 Millionen Pfund an einen ERP-Softwareanbieter nachzahlen, da dieser Produkte Dritter nutzte, und somit nur indirekt auf das Angebot der favorisierten ERP-Software zugriff. In der Nachzahlung waren entgangene Wartungs- und Lizenzgebühren enthalten.


Das wünschen sich die Nutzer

Generell wünschen sich die Nutzer von ERP-Software überschaubare Funktionen. Überladene „Alleskönner“ überfordern leicht und schrecken vor allem kleinere Unternehmen recht schnell ab. Auch fällt die Auswahl zunehmend auf Anbieter mit einem kleineren, gepflegten Kundenstamm. Weiterhin wird vermehrt begrüßt, wenn die Usability des Produktes gut ist und aktuelle Releases auf einer neuen Technologiebasis angegliedert werden können. Wünschenswert sind zudem auch mobile Anwendungen, die als App für mobile Devices oder als Browser-Umsetzung funktionieren. Ein weiteres, höchst aktuelles Thema, stellt die Nutzung der Blockchain dar. Hier kristallisiert sich ebenfalls ein wichtiger Trend heraus. Allerdings ist auch hier wieder die Frage zu stellen, wann sich der Einsatz der Blockchain im Unternehmen überhaupt lohnt? Experten beschreiben den Blockchain-Sektor bisher noch als „Wilden Westen“. Dennoch geben Unternehmen zunehmend Ressourcen frei, welche die Tauglichkeit und den Anwendungsbereich untersuchen sollen. Aktuell setzen sich 4 von 5 Unternehmen intensiv mit dieser neuen Technologie auseinander. Neben der Fälschungssicherheit, den geringen Kosten und der Transparenz bietet die Blockchain auch die Möglichkeit viele Kernprozesse abbilden und sogar beschleunigen zu können.

Fazit

Vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen müssen eine gute Ressourcenverteilung erzielen, um langfristig konkurrenzfähig bleiben zu können. So kompliziert der Umgang mit ERP-Software im ersten Moment klingen mag, desto einfacher ist die Nutzung am Ende. Dank der Weiterentwicklungen technischer Geräte und Software-Endlösungen, läuft der größte Teil komplizierterer Operationen im Hintergrund ab. Als Anwender profitiert man schließlich von den Ergebnissen. Diese lauten beispielsweise eine bessere Ressourcenverteilung, ein transparenterer Geldhaushalt und ein effizeinteres und faireres Mitarbeitermanagement. Im Kern spart ERP-Software Zeit. Und da der Tag nur 24h Stunden hat, ist Zeit gerade für Unternehmer pures Geld. Geld, das durch Outsourcing gespart und in die Weiterentwicklung des Unternehmens investiert werden kann. Namenhafte Anbieter von ERP-Software sind stets am Zahn der Zeit und bieten ausgereifte Produkte, die auch schon Tendenzen der Zukunftstrends mit einfließen lassen. Anhand der vorangeschalteten, einfachen Fragestellungen, kann man recht schnell für sich entscheiden, ob ERP-Software für das eigene Unternehmen Sinn macht oder eher nicht.

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