Wer bisher in den Vereinigten Staaten mit Bitcoins bezahlte, bewegte sich in einem rechtlichen Graubereich. Dies könnte sich nun allerdings geändert haben. Dem Bitcoin-Zahlungsdienstleister Coinbase ist es gelungen, in der Hälfte der US-Bundesstaaten die Lizenz zum Betrieb einer offiziellen Bitcoin-Tauschbörse zu erlangen. Somit können zukünftig zumindest die Einwohner dieser Bundesstaaten – darunter auch New York und Kalifornien – ganz legal und sicher mit Bitcoins handeln. Das Unternehmen verspricht zudem, sich zeitnah auch um die noch fehlenden Lizenzen zu bemühen.


Börse finanziert sich über Kommissionszahlungen

Nach eigenen Angaben betreibt Coinbase bereits in 19 weiteren Ländern eigene Bitcoin-Börsen. Zuletzt machte das Unternehmen zudem Schlagzeilen, weil es 75 Millionen US-Dollar von Investoren einsammeln konnte. Der besondere Ritterschlag dabei: Unter den Finanziers befand sich auch die renommierte „New York Stock Exchange“. Offensichtlich glauben also auch Börsenprofis an eine dauerhafte Zukunft der Bitcoins. Geld verdienen möchte Coinbase, indem bei jeder Transaktion 0,25 Prozent Kommission einbehalten werden. Zunächst allerdings spendiert das Unternehmen potentiellen Kunden zwei gebührenfreie Monate.


Coinbase wird dabei nicht als reiner Börsenanbieter auftreten, sondern weiterhin auch sein Zahlungsgeschäft mit der virtuellen Währung betreiben. Dabei konnte das Unternehmen im vergangenen Jahr einige bekannte Firmen ins Boot holen. So akzeptieren inzwischen unter anderem Mozilla, Wikipedia und Dell Bitcoin-Zahlungen über Coinbase. Unternehmenschef Brian Armstrong setzt zudem auf weitere Expansion. Schon Ende des Jahres möchte er in insgesamt 30 Ländern aktiv sein.

Vertrauen soll wiederkehren

Eine von den Behörden überwachte und seriös betriebene Bitcoin-Börse, könnte das Vertrauen in die virtuelle Währung wiederherstellen. Im vergangenen Jahr waren Bitcoins vor allem mit schlechten Nachrichten in den Blick der Öffentlichkeit geraten: So musste die Tauschbörse Mt. Gox schließen und eingestehen hunderttausende Bitcoins von Nutzern verloren zu haben. Dies führte dazu, dass die Währung im vergangenen Jahr rund die Hälfte an Wert verlor – keine andere Währung weltweit schnitt schlechter ab.

Quelle: TechCrunch

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