Die Beschaffung und der Transport von Ersatzteilen zur Internationalen Raumstation ISS ist eine kostspielige Angelegenheit. Kein Wunder also, dass sich auch die NASA-Ingenieure für 3D-Drucker interessieren. Perspektivisch soll es so möglich werden, dass die Astronauten vor Ort die meisten Gebrauchsteile selbst herstellen. Dies würde nicht nur die Kosten senken, sondern auch die Wartezeit enorm verkürzen. Erste Tests mit einem 3D-Drucker auf der Internationalen Raumstation verliefen jedenfalls schon einmal erfolgreich.


3D Druck Weltall
Erster 3D-Druck im Weltall Bild: via nasa.gov

Name des Druckers: Zero-G

So bestechend logisch die Idee zu klingen scheint, gab es allerdings zuvor ein grundlegendes Problem zu lösen: Handelsübliche 3D-Drucker funktionieren in der Schwerelosigkeit nicht. Die Spezialisten der NASA kreierten daher gemeinsam mit der Firma „MadeInSpace“ einen speziell für die Bedingungen des Weltraums entwickelten 3D-Drucker. Diesem gaben sie den Namen Zero-G und schickten ihn nun, gemeinsam mit der neuen Besatzung, auf die Raumstation.

Dort installierte der NASA-Astronaut Barry „Butch“ Wilmore in der vergangenen Woche das Gerät und startete den Druckvorgang. Nach zwei Testläufen in denen der Drucker planmäßig kleine Plastikplättchen produzierte, stellte er dann tatsächlich das erste nützliche Ersatzteil her: Eine Blende für den Druckkopf des Druckers. Dies macht Sinn: Sollten die Astronauten im Weltall eines Tages tatsächlich auf die Produktionen des Druckers angewiesen sein, sollten sie auch in der Lage sein, Ersatzteile für diesen zu produzieren.


Drucker bleibt nur wenige Wochen im All

Tatsächlich zum Einsatz kommen soll dieses erste Ersatzteil allerdings nicht. Vielmehr soll Zero-G gemeinsam mit seinen Druckerzeugnissen bereits in wenigen Wochen wieder auf die Erde zurückkehren. Dort soll der Drucker dann mit seinem auf der Erde stationierten Zwilling verglichen werden. Dieser ist eine exakte Kopie des Zero-G und hat dieselben Druckvorgänge vorgenommen – nur eben auf der Erde und nicht im Weltraum. Durch einen Vergleich der entstandenen Produkte und der Verschleißerscheinungen an den Druckern selbst, wollen die Experten weitere Erkenntnisse über die Besonderheiten des 3D-Druckens im Weltall gewinnen.

Quelle: Techchrunch

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