Satelliten für den Weltraum haben in den letzten Jahren eine erstaunliche Entwicklung durchlaufen. Zu Beginn mussten diese riesig sein, selbst wenn sie nur vergleichsweise einfache Aufgaben zu übernehmen hatten. Inzwischen haben sich aber sogenannte CubeSats etabliert, die teilweise nicht viel größer sind als ein handelsübliches Smartphone. Dennoch können auch mit diesen Mini-Satelliten wichtige Daten erfasst und auf die Erde gesendet werden. Das von Richard Branson gegründete Raumfahrtunternehmen Virgin Orbit möchte nun aber noch einen Schritt weiter gehen und CubeSats bis zum Mars schicken. Dort sollen sie helfen, unser Wissen über den roten Planeten zu vertiefen. Um dieses Ziel zu erreichen, kooperiert Virgin Orbit mit dem Satellitenhersteller SatRevolution und zwölf polnischen Universitäten.


Bild: Virgin Orbit

Eine Boeing 747 übernimmt den ersten Teil des Flugs

Das Projekt ist vor allem deshalb interessant, weil es bisher noch keine private Firma bis zum Mars geschafft hat. Tatsächlich waren überhaupt erst vier Organisationen mit eigenen Flugobjekten dort: Die Europäische Raumfahrtagentur ESA, die NASA sowie die Raumfahrtbehörden der UDSSR und Indiens. Virgin Orbit unterscheidet sich von anderen Unternehmen aber auch durch eine besondere Form des Raketenstarts. Denn eine umgebaute Boeing 747 bringt die Rakete zunächst auf eine Höhe von rund 10.000 Metern. Erst dort startet diese dann ihre eigenen Triebwerke und fliegt in Richtung Weltall. Dass dieser Ansatz funktioniert, hat das Unternehmen bereits im Juli vergangenen Jahres unter Beweis gestellt. Allerdings ist es eine Sache, Satelliten in den Weltraum zu befördern. Der Weg bis zum Mars ist aber noch einmal deutlich weiter.

Auch die NASA schickte schon einen CubeSat zum Mars

Dennoch ist man bei Virgin Orbit überzeugt davon, dass die erste private Marsmission bereits im Jahr 2022 starten könnte. Für das Design und die Ausstattung der CubeSats ist allerdings SatRevolution verantwortlich. Das Unternehmen verfügt durchaus bereits über eine gewisse Expertise auf diesem Gebiet. So waren die Ingenieure der Firma in diesem Jahr unter anderem schon dafür verantwortlich, dass der erste polnische Nano-Satellit den Weg in den Weltraum fand. Dass CubeSats bei der Erforschung des Mars durchaus eine wichtige Rolle spielen können, ist unter Experten zudem unumstritten. So schickte die NASA bereits im vergangenen Jahr einen Mini-Satelliten namens MarCO zum roten Planeten. Gut möglich also, dass zukünftig auch private Unternehmen hier eine wichtige Rolle spielen.


Via: New Atlas

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