Eine Gruppe von Forschern des Children’s Hospital in Los Angeles ist zusammen mit Wissenschaftlern von der University of Southern California ein kleiner Durchbruch in der Herzchirurgie gelungen. Genauer gesagt wurde der erste komplett implementierbare Mini-Herzschrittmacher für noch im Mutterleib befindliche Föten entwickelt. Auf dem Bild sehen wir die Größenverhältnisse zu einem herkömmlichen Herzschrittmacher, der bei Erwachsenen implantiert wird.


Mini-Herzschrittmacher für Föten

Der neue Mini-Herzschrittmacher wurde extra für „in utero Operationen“ entwickelt. Somit können ungeborene Babys beziehungsweise Föten mit einer Herzschwäche schon im Mutterleib behandelt werden. Der behandelte Fetus kommt dann bereits mit einem „reparierten Herzen“ zur Welt. Die Geburt verläuft schließlich Risiko-ärmer. Der Vorteil an dem neuen Mini-Herzschrittmacher ist auch, dass er ohne weitere Kabel auskommt und komplett implantiert werden kann. Folglich haben die Bewegungen des Fetus keine Auswirkungen auf die Position des Herzschrittmachers, dieser verweilt fest an Ort und Stelle. Wie auch bei den „großen“ Geräten ist der Mini-Herzschrittmacher mit stimulierenden Elektroden ausgestattet. Bisher kamen ähnliche Geräte zum Einsatz, die jedoch mit Kabeln verbunden waren und mit Teilen außerhalb der Gebärmutter kommunizierten. Hier bestand jedoch stets die Gefahr, dass die Föten durch Bewegungen die Kabel kappen oder sich Verletzungen beziehungsweise Abschnürungen zuziehen. Die neue kabellose Variante des Mini-Herzschrittmachers ist daher sehr zu begrüßen.


Rettung vor Frühgeburten und Fehlgeburten

„Wir haben nun einen Herzschrittmacher für Föten entwickelt der klein genug ist um komplett und kabellos implantiert zu werden ohne die ungeborenen Kinder oder die werdende Mutter verletzen zu müssen“, so Dr. Ramen H. Chmait, Direktor des CHLA-USC Institute for Maternal-Fetal Health. Dieses neue Gerät kann vor, durch Herzfehler bedingte, Fehl- und Frühgeburten schützen.“, führt der Experte fort. Den ausführlichen Bericht zu diesem neuen und zukunftsträchtigen Durchbruch in der Fötalchirurgie kann man noch einmal auf der Website des Children’s Hospital in Los Angeles nachlesen.

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